Jenoptik rechnet 2026 mit Umsatzplus und höherer Marge
Der deutsche Photonik-Konzern Jenoptik rechnet nach einem schwächeren Geschäftsjahr 2025 für 2026 wieder mit profitablem Wachstum. Das geht aus einer Pressemitteilung des Unternehmens von Ende März hervor. Im Jahr 2025 bekam Jenoptik die schwächere Nachfrage aus der Halbleiterausrüstung und der Automobilindustrie zu spüren. Im zweiten Halbjahr zog die Nachfrage von Halbleiterausrüstern wieder an.
Auftragseingang sinkt, Halbleitergeschäft fängt sich im zweiten Halbjahr
Nach einem schwächeren Jahresverlauf hat Jenoptik im Jahr 2025 weniger neue Aufträge verbucht als im Vorjahr. Der Auftragseingang sank um 3,4 Prozent auf 992,8 Millionen Euro. Als Gründe nennt das Unternehmen die verhaltene Nachfrage aus der Halbleiterausrüstung und der Automobilindustrie. In der Sparte Semiconductor & Advanced Manufacturing belasteten zunächst Schwankungen in der Lithografie-Lieferkette das Geschäft, im zweiten Halbjahr stabilisierte sich die Entwicklung dann wieder. Der Auftragsbestand verringerte sich auf 590,8 Millionen Euro, im Vergleich zu 670,1 Millionen Euro im Vorjahr.
Umsatz und Gewinn fallen 2025 niedriger aus
Das schwierige Marktumfeld hat sich bei Jenoptik 2025 auch in den Geschäftszahlen niedergeschlagen. Der Umsatz ging um 6,3 Prozent auf 1,046 Milliarden Euro zurück. Das EBITDA sank auf 192,5 Millionen Euro, die EBITDA-Marge erreichte 18,4 Prozent im Vergleich zu 19,9 Prozent im Vorjahr. Das EBIT lag bei 114,5 Millionen Euro, das Konzernergebnis nach Steuern bei 74,2 Millionen Euro. Positiv entwickelten sich laut Unternehmen die Bereiche Biophotonics und Smart Mobility Solutions, während Semiconductor & Advanced Manufacturing sowie Metrology & Production Solutions unter Druck blieben.
Cashflow steigt, Bilanzkennzahlen verbessern sich
Auf der Finanzseite fiel das Bild bei Jenoptik 2025 freundlicher aus. Der Free Cashflow vor Zinsen und Steuern stieg um 48,0 Prozent auf 152,4 Millionen Euro. Zugleich erhöhte sich die Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2025 auf 60,2 Prozent, während die Nettoverschuldung von 395,5 auf 317,4 Millionen Euro sank. Der Anstieg ist laut Jenoptik vor allem auf eine geringere Mittelbindung im Working Capital und planmäßig reduzierte Investitionen zurückzuführen.
2026: Jenoptik rechnet mit Wachstum in seinen Kernmärkten
Für das Jahr 2026 rechnet Jenoptik trotz anhaltender Marktunsicherheiten mit einem Umsatzwachstum im einstelligen Prozentbereich und einer EBITDA-Marge zwischen 19,0 und 21,0 Prozent. Rückenwind erwartet das Unternehmen dabei aus seinen Kernmärkten Halbleiter, Medizintechnik, Messtechnik und Smart Mobility.
Dr. Ralf Kuschnereit, Mitglied des Vorstands der JENOPTIK AG, erklärte: „Wir sehen zu Beginn dieses Jahres eine deutlich verbesserte Nachfrage insbesondere in unseren OEM-Geschäften, und hier vor allem im Halbleiterausrüstungsbereich. Auf dieser Basis sind wir davon überzeugt, 2026 wieder auf den profitablen Wachstumspfad zurückzukehren.“
Für die Halbleiterausrüstungsindustrie verweist Jenoptik unter anderem auf angekündigte hohe Investitionen in Datencenter und leitet daraus eine positive Entwicklung ab. Die Investitionen des Konzerns sollen 2026 leicht unter dem Vorjahreswert von 77,4 Millionen Euro liegen.





