Skoda zieht sich bis Mitte 2026 aus China zurück
Der tschechische Autohersteller Skoda, der zum Volkswagen-Konzern gehört, will sich bis Mitte 2026 aus dem chinesischen Markt zurückziehen. Davon berichtete Reuters Ende März. Hintergrund ist der schnelle Umbau des chinesischen Automarkts in Richtung Elektromobilität, bei dem ausländische Marken zuletzt deutlich an Boden verloren haben.
Absatz in China schrumpft massiv
Nach Jahren als wichtigstem Einzelmarkt für Skoda ist das China-Geschäft zuletzt stark eingebrochen. Zwischen 2016 und 2018 hatte die Marke dort jeweils mehr als 300.000 Fahrzeuge ausgeliefert, 2025 waren es laut Reuters nur noch 15.000. Skoda will seine Modelle in China noch bis Mitte 2026 gemeinsam mit einem regionalen Partner verkaufen. Der Kundendienst für bereits ausgelieferte Fahrzeuge soll darüber hinaus bestehen bleiben.
Indien und Südostasien rücken nach vorn
Im Zuge einer strategischen Neuausrichtung will Skoda seine Präsenz in Indien und Südostasien ausbauen, wo das Unternehmen im vergangenen Jahr gewachsen ist, so Reuters weiter. Der Schritt passt zu einer breiteren Verschiebung innerhalb des Konzerns: Während Skoda China verlässt, wollen Volkswagen und Audi dort mit neuen Modellen und stärker lokalisierter Produktion verlorenes Terrain zurückerobern. Zugleich zeigt die Entwicklung, wie groß der Druck auf etablierte Hersteller im chinesischen EV-Markt geworden ist. Reuters verweist darauf, dass lokale Anbieter wie BYD und Geely Volkswagen beim Absatz inzwischen überholt haben.




