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Kia-EV3
© Kia
Markt |

Trotz schwächerer EV-Nachfrage: Autobauer halten am US-Ausbau fest

Mehrere internationale Autohersteller treiben ihre Elektropläne in den USA trotz eines abgekühlten Markts weiter voran. Davon berichtete Reuters am 1. April. Auf der New-York-Auto-Show stellten Kia, Subaru und weitere Hersteller neue Elektromodelle vor. Während die Nachfrage zuletzt nachgelassen hat, hoffen Teile der Branche auf eine schrittweise Erholung des Markts.

Neue Modelle halten die US-E-Offensive am Laufen

Auf der Messe in New York machten mehrere Hersteller deutlich, dass sie ihre Elektroprogramme in den USA weiter ausbauen. Kia will den EV3 noch 2026 in den Verkauf bringen. Subaru zeigte mit dem Getaway ein neues Elektro-SUV mit drei Sitzreihen und sieben Sitzen, das noch in diesem Jahr oder 2027 starten soll. Für Subaru wäre es das vierte Elektroauto auf dem US-Markt. Auch General Motors bleibt im Segment aktiv und hat den Chevrolet Bolt EV jüngst wieder eingeführt. Toyota bringt nach Unternehmensangaben 2026 zudem drei neue Elektrofahrzeuge in den USA auf den Markt.

Ende der Steuergutschrift bremst den US-Markt aus

Der US-Markt für Elektroautos hat zuletzt deutlich an Tempo verloren. Nach Angaben der Alliance for Automotive Innovation lag der EV-Anteil an allen US-Neuwagenverkäufen 2025 noch bei 9,6 Prozent. In den vergangenen drei Monaten fiel er auf 6,5 Prozent und damit auf den niedrigsten Stand seit Anfang 2022. Ein wesentlicher Dämpfer für den US-Elektromarkt war das Ende der Steuergutschrift von 7.500 Dollar zum 30. September. Zusätzlich verschärft der Kurs von Präsident Donald Trump den Gegenwind: Seine Politik soll Kauf und Produktion von Elektroautos unattraktiver machen und zugleich die Fertigung benzinbetriebener Modelle erleichtern. 

Wie angespannt die Lage aus Sicht der Hersteller ist, machte Nissan auf der Messe sehr deutlich:

Christian Meunier, Chairman von Nissan Americas, sagte gegenüber Reuters: „Wenn man sich den Markt für Elektroautos derzeit ansieht, gibt es keine Nachfrage.“

Christian Meunier, Chairman von Nissan Americas, erklärte: „Die Nachfrage ist verschwunden. Der Markt liegt bei etwa 7 Prozent, und die Hälfte davon wird durch sehr hohe Anreize stimuliert. Das ist also keine natürliche Nachfrage.“

Höhere Spritpreise nähren die Hoffnung auf eine Erholung

Ganz abgeschrieben haben die Autobauer den US-Elektromarkt trotzdem nicht. Rückenwind erwarten einige von den zuletzt gestiegenen Kraftstoffpreisen, die das Interesse an E-Autos wieder etwas beleben könnten:

Russell Wager, Vice President Marketing bei Kia America, sagte: „Der Markt für Elektroautos wird zurückkommen – vielleicht nicht so schnell, wie wir uns das alle gewünscht hätten.“

Jose Munoz, CEO von Hyundai Motor, sagte: „Ich denke, wir werden eine Entwicklung sehen, bei der Elektroautos Schritt für Schritt etwas zulegen – vielleicht auf 10 bis 15 Prozent Marktanteil, aber nicht auf 50 oder 60 Prozent.“

David Christ, General Manager der Toyota Division bei Toyota Motor North America, erklärte: „Ich glaube nicht, dass die Verkäufe wieder auf das Niveau steigen, das sie durch staatliche Kaufanreize erreicht hatten. Aber sie werden höher liegen, als sie es ohne den Spritpreisschock täten.“


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