Voyager und Icarus planen ISS-Einsatz für frei fliegenden Roboter
Das US-Raumfahrttechnologieunternehmen Voyager Technologies hat sich einen Auftrag für das Missionsmanagement des Robotik-Startups Icarus Robotics gesichert. Geplant ist ein Testlauf eines frei fliegenden Robotersystems auf der ISS. Davon berichtete Reuters am 30. März. Mit dem Demonstrationseinsatz wollen die Partner erproben, wie sich ein frei fliegender Roboter in Schwerelosigkeit bewährt und welche Daten sich daraus für KI-gestützte Raumrobotik gewinnen lassen.
Freifliegender Roboter geht in den Praxiseinsatz im All
Auf der ISS soll das System „Joyride“ von Icarus Robotics zeigen, wie gut sich ein frei fliegender Roboter in einer bemannten Raumstation unter Mikrogravitation einsetzen lässt. Voyager bereitet die Hardware für den Flug vor, kümmert sich um die Sicherheitszulassungen, organisiert den Start und begleitet den Betrieb nach der Ankunft im Orbit.
Jamie Palmer, Mitgründer und Technikchef von Icarus Robotics, erklärte gegenüber Reuters: „Wenn man robuste KI-Systeme entwickeln will, die in einem physischen System arbeiten, muss die Hardware zuerst in die tatsächliche Einsatzumgebung. Der Weltraum hat die höchste Eintrittshürde aller Anwendungsfelder, kein Simulator kann den realen Einsatz dort ersetzen.“
Der Zeitpunkt ist kein Zufall: Vor dem geplanten ISS-Aus im Jahr 2030 drängt die NASA auf mehr privatwirtschaftliche Präsenz im niedrigen Erdorbit. Robotik gewinnt dabei an Gewicht, weil sie für spätere kommerzielle Stationen und Mondmissionen als wichtige Basistechnologie gilt. Reuters nennt als mögliche Einsatzfelder die Inspektion und Reparatur von Satelliten, Routinearbeiten und Logistik an Bord von Raumstationen sowie später den Betrieb und Service orbitaler Infrastruktur.




