ROSSMANN erprobt humanoide Robotik in der Logistik
Der niedersächsische Drogeriekonzern ROSSMANN testet an seinem Logistikstandort in Burgwedel erstmals einen humanoiden Roboter. Das geht aus der jüngsten Pressemitteilung des Unternehmens hervor. Bis Ende 2026 will ROSSMANN ausloten, wie sich der humanoide Roboter UBTech Walker S2 in logistische Abläufe einfügen kann. Zugleich prüft das Unternehmen, in welchen Bereichen er Beschäftigte entlasten kann und ob sich das Konzept später ausweiten lässt.
Humanoide Robotik muss sich im Lageralltag bewähren
ROSSMANN hat den Pilotversuch in mehreren Schritten angelegt: erste Anwendungsszenarien, dann der schrittweise Einsatz im Lager, anschließend die Frage nach einer möglichen Ausweitung. Im Pilotprojekt will ROSSMANN klären, welche IT-Infrastruktur nötig ist, wie schnell sich neue Anwendungen programmieren lassen und wie die Belegschaft den Einsatz des Roboters im Arbeitsalltag erlebt. Im Lager soll der Walker S2 vor allem bei sich wiederholenden und körperlich unergonomischen Tätigkeiten zum Einsatz kommen. Aus den Ergebnissen will das Unternehmen am Ende ein tragfähiges, skalierbares Einsatzkonzept für humanoide Robotik ableiten.
Hendrik van Duuren, Geschäftsleitung Logistik bei ROSSMANN, erklärte: „Jetzt geht es ans Testen: Wie lässt sich der Walker S2 sinnvoll in unsere Prozesse einbinden, welche IT-Infrastruktur ist dafür notwendig und wie schnell können wir neue Anwendungen programmieren? Gleichzeitig beobachten wir genau, wie unsere Kolleginnen und Kollegen die Zusammenarbeit mit dem Roboter erleben. Uns ist bewusst, dass rund um humanoide Robotik derzeit viel Hype entsteht – gerade deshalb wollen wir frühzeitig und auf Basis eigener Erfahrungen herausfinden, was im Alltag tatsächlich funktioniert und wo die Grenzen liegen. In diesem Pilotprojekt wollen wir konkrete Antworten finden und den praktischen Nutzen für unsere Logistik realistisch bewerten.“
Terra Robotics aus Löhne, ein Unternehmen der Wortmann Gruppe, begleitet ROSSMANN bei seinem Pilotprojekt. Das System wurde nach Unternehmensangaben für industrielle und logistische Anwendungen entwickelt, verfügt über 52 Freiheitsgrade und kann seine Batterie selbstständig wechseln.




