Neues SIRIOS Lab von Fraunhofer FOKUS soll Krisenszenarien realitätsnah abbilden
Das Berliner Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme FOKUS hat mit dem SIRIOS Lab eine neue Forschungs- und Demonstrationsumgebung für vernetzte Sicherheitssysteme in Betrieb genommen. Das gab das Institut am 26. März bekannt. Fraunhofer FOKUS reagiert damit auf Krisenszenarien, die in den vergangenen Jahren stärker in den Fokus gerückt sind – von Störungen kritischer Infrastrukturen bis zu Evakuierungen und Extremwetter. Im Lab sollen sich solche Lagen möglichst nah an der Praxis simulieren und auswerten lassen.
Digitale Zwillinge und Simulationen für den Krisenfall
Aus dem früheren Safety Lab ist in Berlin eine deutlich weiterentwickelte Umgebung für Sicherheitsforschung geworden. Fraunhofer FOKUS will dort Krisenlagen in ihrem gesamten Zusammenspiel untersuchbar machen. Dafür wurde das Lab technisch und räumlich so weiterentwickelt, dass sich solche Szenarien umfassender darstellen und durchspielen lassen.
Im SIRIOS Lab lassen sich Gebäude, Infrastrukturen und ihre Abhängigkeiten digital nachbilden und in simulierten Lagen zusammenführen. So soll sichtbar werden, wie sich Krisen entwickeln und welche Folgen einzelne Störungen im Gesamtsystem auslösen. Gedacht ist das Lab für Einsatzorganisationen, Behörden, Forschungseinrichtungen und Betreiber kritischer Infrastrukturen, die dort neue Ansätze unter praxisnahen Bedingungen testen können.
Professor Dr. Manfred Hauswirth, als Institutsleiter von Fraunhofer FOKUS, erklärt: „Im SIRIOS Lab machen wir komplexe Sicherheitslagen durch modernste Simulationen transparent und analysierbar – von kritischen Abhängigkeiten bis hin zu dynamischen Informationsflüssen. Gleichzeitig schaffen wir eine realitätsnahe Trainingsumgebung, mit der wir die Aus- und Weiterbildung von Sicherheits- und Rettungskräften gezielt stärken und sie besser auf vernetzte Krisenszenarien vorbereiten.“
Organisatorisch ist das Berliner Labor Teil des Fraunhofer-Zentrums SIRIOS, in dem die Fraunhofer-Institute EMI in Freiburg, FOKUS in Berlin, IOSB in Karlsruhe und IVI in Dresden ihre Arbeit in der Sicherheitsforschung bündeln.




