VW-Chef Blume lobt Chinas Planungslogik und pocht auf mehr Tempo beim Umbau
Der deutsche Autohersteller Volkswagen sieht laut Konzernchef Oliver Blume in Chinas industriepolitischer Planung ein Modell, aus dem sich auch für Deutschland Lehren ziehen lassen. Darüber berichtet Die Zeit am 22. März 2026 unter Verweis auf ein Interview mit der Bild am Sonntag. Die Aussagen stehen im Zusammenhang mit dem Umbau bei Volkswagen und der Debatte über die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland.
China als Beispiel für effiziente Industrieplanung
Der VW-Chef beschreibt Chinas Vorgehen als langfristig angelegt, mit klaren Prioritäten und hoher Verbindlichkeit in der Umsetzung. Daraus leitet Blume die Forderung ab, sich stärker mit dem chinesischen Modell zu befassen und genauer zu betrachten, wie andere Länder ihre industrielle Entwicklung organisieren:
„Zu schauen, wie es andere Länder machen, und in China können wir dort auch einiges lernen, wie das Land sich entwickelt hat“, sagte Blume.
VW hält am Umbau fest und drängt auf mehr Tempo in Deutschland
Der Umbau bei Volkswagen bleibt unterdessen klar auf Kostensenkung ausgerichtet. Blume bekräftigte das Ziel, bis 2030 rund 50.000 Stellen in Deutschland sozialverträglich abzubauen. Parallel will der Konzern seine Kapazitäten weiter auf den Prüfstand stellen, so Die Zeit weiter. Überkapazitäten belasteten die Kosten, deshalb orientiere sich der Konzern an festen Vorgaben für die Werke. Von der neuen Bundesregierung erwartet Blume nun vor allem, industriepolitische Vorhaben zügig zu entscheiden und mit konkreten Fahrplänen zu unterlegen.


