Insider-Berichte: Elmos erwägt Verkauf und führt erste Gespräche
Beim deutschen Halbleiterhersteller Elmos Semiconductor laufen Überlegungen zu einem möglichen Verkauf. Darüber berichtete Reuters am 19. März 2026 unter Berufung auf drei mit dem Vorgang vertraute Personen. Anlass dafür sei demnach, dass die Gründer einen Ausstieg aus dem Unternehmen prüfen. Von Elmos selbst gibt es zu den Entwicklungen bislang keine Stellungnahme.
Infineon und Qualcomm als mögliche Interessenten
Nach Reuters-Informationen soll Elmos die Investmentbank Morgan Stanley mit der Begleitung eines möglichen Verkaufsprozesses beauftragt haben. Gespräche mit potenziellen Käufern sollen sich demnach noch in einem frühen Stadium befinden. Als mögliche Interessenten nennt Reuters unter anderem Infineon und Qualcomm, die beide ihr Geschäft mit Automotive-Chips ausbauen wollen. Eine Bestätigung der beteiligten Unternehmen gibt es bislang nicht: Elmos und Morgan Stanley äußerten sich nicht, Infineon lehnte eine Stellungnahme ab, Qualcomm reagierte laut Reuters zunächst nicht.
Elmos hat sich neu aufgestellt und erwartet weiteres Wachstum
Ein möglicher Verkauf stünde bei Elmos in einer Phase an, in der das Unternehmen seine Struktur neu ausgerichtet hat und weiteres Wachstum erwartet. Elmos trennte sich Ende 2024 von seiner Wafer-Fabrik in Dortmund, verkaufte den Standort an Littelfuse und konzentriert sich seither stärker auf das Chipdesign bei ausgelagerter Fertigung. Das Unternehmen bringt aktuell rund 2,3 Milliarden Euro Börsenwert auf die Waage. Für 2025 meldete Elmos einen Rekordumsatz von 582,6 Millionen Euro, während das EBIT um rund 13 Prozent auf 125,7 Millionen Euro zurückging. Für 2026 erwartet das Unternehmen ein Umsatzwachstum von etwa 11 Prozent sowie eine Marge von rund 24 Prozent.


