WeSort.AI sichert sich 10 Millionen Euro für KI-gestützte Sortierung von Batterien und Elektronikkom
Das Würzburger Deeptech-Unternehmen WeSort.AI erhält 10 Millionen Euro für den Ausbau seiner KI-gestützten Sortiertechnologie zur Rückgewinnung kritischer Rohstoffe aus Abfallströmen. Darüber berichtet die deutsche Startup-Plattform Startbase am 16. März 2026. Mit dem Kapital will das Unternehmen seine Technologie in Europa breiter in den Markt bringen und den industriellen Einsatz ausweiten.
10 Millionen Euro für den nächsten Wachstumsschrit
Nach Angaben von Startbase wird die Finanzierung von Infinity Recycling, Green Generation Fund und Vent.io getragen. Ergänzt wird sie durch Mittel der Bundesagentur SPRIND für Sprunginnovationen sowie weitere öffentliche Förderprogramme. Unterstützt wurde die Runde dem Bericht zufolge vom BayStartUP-Netzwerk. Mit den 10 Millionen Euro will WeSort.AI seine Technologie in Europa breiter ausrollen, neue Einsatzfelder erschließen und den industriellen Einsatz ausbauen.
Lithium, Kobalt und Seltene Erden zurückgewinnen
WeSort.AI entwickelt seit 2021 Sortiersysteme für gemischte Abfallströme. Mithilfe von künstlicher Intelligenz, Spezialkameras und Röntgensensoren soll die Technik Batterien, elektronische Komponenten sowie weitere wertvolle oder gefährliche Stoffe in gemischten Abfallströmen erkennen. Die aussortierten Materialien sollen anschließend in die passenden Recyclingprozesse gelangen, damit kritische Rohstoffe wie Lithium, Kobalt und Seltene Erden zurückgewonnen werden können.
Laut Startbase läuft die Technik seit 2024 unter anderem beim baden-württembergischen Entsorgungsunternehmen KORN Recycling und beim Umweltdienstleister PreZero aus der Schwarz-Gruppe. Weitere Einsatzfelder reichen von Altfahrzeugen über Bauabfälle bis zu Industrie- und Haushaltsabfällen. Den politischen Rahmen dafür setzt der Critical Raw Materials Act der EU, der Europas Zugang zu strategisch wichtigen Rohstoffen sichern und die Importabhängigkeit senken soll.


