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© imec
Markt |

Imec bringt Europas Hochschulen zu CMOS 2.0 an einen Tisch

Das belgische Forschungszentrum imec versammelt 26 europäische Universitätsgruppen, um die Arbeit an CMOS 2.0 voranzutreiben. Das geht aus einer Pressemitteilung von imec vom 12. März hervor. Im Mittelpunkt stehen neue Ansätze für Designautomatisierung, Chiparchitekturen und 3D-Integration. Die Initiative soll dazu beitragen, akademische Forschung enger mit industrieorientierter Entwicklung zu verzahnen.

Konsortium soll Beiträge zur künftigen Halbleiter-Roadmap liefern

Mit dem neuen Universitätskonsortium will imec die Forschung zu CMOS 2.0 gezielter koordinieren und enger an industrielle Anforderungen anbinden. Die Themen reichen von elektronischer Designautomatisierung bis hin zu Systemarchitektur. Vertreten sind Hochschulen aus zehn europäischen Ländern und der Türkei, darunter die École Polytechnique Fédérale de Lausanne, die ETH Zürich, das Karlsruher Institut für Technologie und die TU Delft. Nach Angaben von imec soll das Konsortium gezielte Beiträge zur künftigen Halbleiter-Roadmap leisten. Zudem kündigt imec an, ähnliche Formate künftig auch für fortschrittliche Materialien und alternative Computersysteme aufzusetzen.

„Es ist das erste Mal, dass imec ein solches Netzwerk von erstklassigen europäischen Hochschulteams auf strukturierte Weise zusammenbringt, um Beiträge zur zukünftigen Halbleiter-Roadmap zu leisten.“ – Sahar Sahhaf, Direktor für akademische Partnerschaftsentwicklung


CMOS 2.0 soll Design, Integration und Rechenleistung neu denken

CMOS 2.0 bezeichnet einen Ansatz, der die Weiterentwicklung von Chips nicht mehr allein über klassische Transistorskalierung denkt. Stattdessen spielen 3D-Wafer-Stacking und heterogene Integration eine zentrale Rolle. Chips sollen laut imec dadurch flexibler aufgebaut werden können und aus mehreren 3D-gestapelten Schichten mit gezielt aufgeteilten Funktionen bestehen. Das soll die Verbindungen auf dem Chip verbessern, mehr technologische Vielfalt innerhalb des Systems ermöglichen und zusätzliche Spielräume beim Design schaffen. Imec sieht darin einen Weg zu energieeffizienteren und leistungsstärkeren Computersystemen – von Universalprozessoren bis hin zu Embedded-KI-Anwendungen.


Förderprogramm soll Fachwissen für nächste CMOS-Plattformen stärken

Im Rahmen des Konsortiums fördert imec 26 Doktoranden, die an ihren jeweiligen Heimatuniversitäten und in ihren Forschungsgruppen eingebunden bleiben. Gemeinsam mit den beteiligten Universitäten soll so das Know-how entstehen, das als Grundlage für CMOS-Technologieplattformen der nächsten Generation und die damit verbundenen Rechnerarchitekturen dient.

NanoIC-Pilotlinie soll den Transfer in die Industrie beschleunigen

Eine zentrale Rolle übernimmt dabei die NanoIC-Pilotlinie von imec in Leuven. Über Process Design Kits erhalten die Doktoranden früh Zugang zu fortschrittlichen Logik-, Speicher- und 3D-Technologien und sollen so ein Denken auf Systemebene entwickeln. Die dafür genutzten Werkzeuge sind laut imec in ein kooperatives Ökosystem von Industriepartnern eingebettet. So soll die Pilotlinie die Kluft zwischen Wissenschaft und Industrie verkleinern, den Transfer fortschrittlicher Technologien aus dem Forschungslabor in den Markt erleichtern und damit auch die europäische Industrie stärken.


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