Elektroexporte erreichen 2025 trotz globaler Widrigkeiten neuen Rekordwert
Die deutsche Elektro- und Digitalindustrie hat im Jahr 2025 einen neuen Exportrekord erzielt, meldet der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI). Trotz globaler Handelshemmnisse und unsicherer wirtschaftlicher Rahmenbedingungen stieg der Exportwert der Branche deutlich an.
Nach aktuellen ZVEI-Zahlen erreichten die Elektroexporte 2025 einen Gesamtwert von rund 257,5 Milliarden Euro, was einem Plus von 5,1 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Besonders bemerkenswert war der starke Abschluss zum Jahresende: Im Dezember lag der Exportwert 10,6 % über dem Niveau des Vorjahresmonats.
Die positive Entwicklung sei vor allem auf die robuste Nachfrage in europäischen Abnehmerländern zurückzuführen, so der Verband. Zu den wichtigsten Märkten zählen die Niederlande, Frankreich und Polen. Während die Exporte in einige traditionelle Schlüsselregionen wie die USA und China rückläufig waren, konnte der Gesamtanstieg vor allem durch die Stabilität im Binnenmarkt und innerhalb der EU kompensiert werden.
ZVEI-Präsident betonte, dass die Ergebnisse die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Elektroindustrie unterstreichen – insbesondere in Bereichen wie Automatisierungstechnik, industrielle Elektronik und Komponenten für Energie- und Digitalinfrastrukturen.
Trotz der erfreulichen Zahlen warnt der Verband davor, die Herausforderungen aus den Augen zu verlieren: Anhaltende protektionistische Maßnahmen einzelner Handelspartner, Wechselkursschwankungen sowie Störungen in globalen Lieferketten könnten zukünftig wieder stärkeren Einfluss auf Exportströme nehmen.
Der neue Rekord zeige jedoch, dass sich die Branche in einem schwierigen internationalen Umfeld behaupten könne. Die Elektroindustrie bleibt somit einer der tragenden Pfeiler der deutschen Exportwirtschaft.




