TrendForce: UV-LED-Preise steigen im 1Q26
Steigende Edelmetallpreise, höhere Rohstoffkosten sowie wachsende Arbeitskosten dürften die Preise für UV-LEDs im ersten Quartal 2026 stützen. Laut einer aktuellen Analyse von TrendForce wird insbesondere bei kundenspezifischen Produkten ein Preisanstieg von bis zu 5 % gegenüber dem Vorquartal erwartet.
Vor dem Hintergrund einer stabil wachsenden Nachfrage in den Bereichen UV-Aushärtung und Sterilisation prognostiziert TrendForce für 2026 ein Marktvolumen von rund 215 Millionen US-Dollar. Dies entspricht einem jährlichen Wachstum von mindestens 10 %.
In den verschiedenen Anwendungsfeldern von UV-LEDs – darunter UV-Curing, Solar-Simulatoren, Medizintechnik und Life-Science-Anwendungen – bleibt die Nachfrage robust. Hersteller wie HPLighting, Seoul Viosys, Violumas und UVT reagieren darauf mit dem Ausbau kundenspezifischer Designs und integrierter optischer Lösungen. Durch maßgeschneiderte Services können Anbieter sowohl ihre Auftragslage als auch ihre Preisgestaltung stabilisieren, insbesondere im UV-A-Segment.
Im Bereich UV-C-LEDs, die vor allem für Sterilisations- und Reinigungsanwendungen eingesetzt werden, sorgt eine steigende optische Leistung für eine Verlagerung vom Konsumgüterbereich hin zu industriellen und kommerziellen Projekten. Besonders gefragt sind Lösungen für Oberflächensterilisation und Durchfluss-Wasserdesinfektion. Dadurch konnten viele Anbieter ihre Produktpreise aufrechterhalten.
Laut TrendForce werden im Jahr 2026 mehrere Hersteller UV-C-LED-Single-Chip-Packages mit einer Leistung von über 100 mW anbieten können, darunter ams OSRAM, Nichia, Violumas, NKFG, UVT und LITEON.
Single-Chip-Packages bieten Vorteile wie kompaktere Bauformen, verbesserte Stromverteilung, höhere Strahlungsgleichmäßigkeit sowie geringere Wärmeableitungskosten. Mit dem allmählichen Preisrückgang bei UV-C-LEDs steigt die Nachfrage nach solchen Lösungen.
Bereits heute sind Produkte von ams OSRAM und Nichia erfolgreich in industriellen und kommerziellen Wasserdesinfektionsprojekten im Einsatz. UV-C-LEDs gelten zunehmend als Alternative zu herkömmlichen Quecksilberlampen, deren Kosten aufgrund von Materialengpässen steigen. Für das vierte Quartal 2026 plant ams OSRAM zudem die Einführung eines 200-mW-UV-C-LED-Produkts.
TrendForce kommt zu dem Schluss, dass technologische Fortschritte den Ersatz von Quecksilberlampen durch UV-LEDs weiter beschleunigen werden. Insbesondere Anwendungen in der Durchfluss-Wasserdesinfektion und großflächigen Oberflächensterilisation dürften in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung gewinnen.



