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Markt |

HP, Dell, Acer und Asus erwägen Einsatz chinesischer Memory-Chips

Mehrere große PC- und Notebook-Hersteller prüfen laut einem Bericht von Reuters die Möglichkeit, verstärkt Speicherchips aus China in ihre Systeme zu integrieren. Hintergrund dafür sei eine anhaltende Versorgungskrise bei Speicherbausteinen, die die Lieferketten unter Druck setzt und die Einkaufsteams nach alternativen Quellen suchen lässt.

Zu den Unternehmen, die entsprechende Überlegungen anstellen sollen, gehören HP Inc., Dell Technologies, Acer und ASUS. Den Informationen von Reuters zufolge stehen diese Hersteller vor Herausforderungen bei der Beschaffung von DRAM- und NAND-Speicherkomponenten aus etablierten Quellen, da sich Preise trotz abgeschwächter Nachfrage weiterhin hoch halten und Lieferzeiten volatil sind.

In diesem Umfeld evaluieren die IT-Konzerne laut Reuters, ob sie Teile ihres Speicherbedarfs aus chinesischen Produzenten decken können. Hintergrund ist, dass asiatische Speicherhersteller jenseits von Korea und Taiwan – darunter auch Unternehmen auf dem Festland – ihre Produktionskapazitäten und Technologien in den letzten Jahren ausgebaut haben. Diese Anbieter könnten künftig eine Ergänzung zu traditionellen Lieferanten darstellen, wenn es darum geht, Engpässe zu entschärfen oder Preisrisiken zu mindern.

Die Prüfungen sollen sich sowohl auf DDR4- und DDR5-Arbeitsspeicher als auch auf NAND-Flash-Speicher beziehen, die in Notebooks, Desktop-Systemen, Servern und Mobilgeräten eingesetzt werden. Eine Entscheidung über den tatsächlichen Einsatz chinesischer Speicherbausteine in Serienprodukten sei allerdings noch nicht gefallen, so Reuters.

Marktbeobachter sehen den Schritt als mögliche Reaktion auf anhaltende Störungen in globalen Speicherlieferketten, die in den vergangenen Jahren wiederholt zu Preisvolatilität und Engpässen geführt haben. Hersteller suchen demnach nach Wegen, ihre Lieferketten zu diversifizieren, um künftigen Versorgungsrisiken besser begegnen zu können.

Allerdings könnten politische und regulatorische Rahmenbedingungen, insbesondere in den USA und Europa, den Einsatz chinesischer Halbleiter in Endprodukten erschweren oder verzögern. Auch Qualitäts- und Zertifizierungsfragen seien Teil der internen Bewertung, da Speicherkomponenten in Endgeräten hohen Leistungs- und Zuverlässigkeitsanforderungen genügen müssen.

Die Überlegungen der großen PC-OEMs unterstreichen laut Reuters, wie stark sich die globale Elektronikindustrie derzeit in Bewegung befindet und wie Lieferketten-Strategien neu bewertet werden, wenn traditionelle Beschaffungswege unter Druck geraten.


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