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© Unsplash Yunus Yildiz
Markt |

US-Abgeordneter prüft Fords Batteriepläne mit CATL-Technologie

Ein US-Abgeordneter nimmt die Pläne von Ford Motor Company zur Produktion von Batterien mit Technologie des chinesischen Herstellers CATL genauer unter die Lupe. Darüber berichtet Reuters. Im Fokus steht Fords Vorhaben, bestehende Batteriefertigungsanlagen in den USA umzurüsten, um Lithium-Eisenphosphat-Batterien (LFP) sowie Energiespeichersysteme herzustellen.

Laut Reuters hat der republikanische Abgeordnete John Moolenaar in einem Schreiben an Ford-CEO Jim Farley Fragen zu Umfang und Ausgestaltung der Lizenzvereinbarung mit CATL gestellt. Dabei geht es insbesondere darum, ob das ursprüngliche Abkommen seit der Verabschiedung neuer US-Gesetze im vergangenen Jahr geändert oder ausgeweitet wurde – unter anderem im Hinblick auf Batteriesysteme für Rechenzentren und stationäre Energiespeicher.

Die politische Prüfung erfolgt vor dem Hintergrund größerer strategischer Anpassungen bei Ford. Der Automobilhersteller hatte zuletzt angekündigt, mehrere Elektrofahrzeugprogramme einzustellen und hohe Abschreibungen vorzunehmen. Gleichzeitig plant das Unternehmen, Produktionskapazitäten in den Bundesstaaten Michigan und Kentucky umzubauen, um dort LFP-Batterien und Energiespeicherlösungen zu fertigen. Die ersten Produktionskapazitäten sollen innerhalb von etwa 18 Monaten verfügbar sein.

Ford betont, dass die geplanten Batterien in den USA produziert werden und die Anforderungen für staatliche Förderprogramme erfüllen sollen. Das Unternehmen sieht die Ausweitung der inländischen Batterieproduktion als Beitrag zur Stärkung der Lieferketten und zur Schaffung von Arbeitsplätzen.

In seinem Schreiben äußerte Moolenaar laut Reuters zudem Bedenken im Hinblick auf nationale Sicherheit und mögliche Abhängigkeiten von chinesischer Batterietechnologie. In diesem Zusammenhang fragte er auch nach möglichen weiteren Kooperationen mit chinesischen Unternehmen im Batterie- oder Fahrzeugbereich.

Die Debatte um Fords Batteriepläne verdeutlicht die zunehmenden politischen und geopolitischen Spannungen rund um die Batteriefertigung, insbesondere dort, wo westliche Hersteller auf Technologie aus China zurückgreifen. Gleichzeitig zeigt der Fall, wie eng industriepolitische Ziele, Lieferkettenstrategien und sicherheitspolitische Fragen in der Elektromobilität inzwischen miteinander verknüpft sind.


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