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© Aixtron Markt | 23 Februar 2017

Aixtron: Finanzziele in 2016 erreicht

Vor Zinsen und Steuern ist der Verlust des Aachener Konzerns ebenfalls von EUR 26,7 Millionen auf 21,4 Millionen zurĂŒck gegangen.
Aixtron hat mit einem starken zweiten Halbjahr seine Anfang des Jahres veröffentlichte Prognose erfĂŒllt. Die Umsatzerlöse in 2016 lagen mit EUR 196,5 Mio. (2015: EUR 197,8 Mio.) nahezu auf Vorjahresniveau und erreichten aufgrund planmĂ€ĂŸig hoher Anlagenlieferungen in Q4/2016 mit EUR 89,8 Mio. (Q3/2016: EUR 51,2 Mio.) den höchsten Quartalswert seit 2011. Die stĂ€rksten BeitrĂ€ge lieferten die Produktionsanlagen fĂŒr LED, Telekommunikation und Optoelektronik sowie fĂŒr die Siliziumindustrie.

Das EBITDA stieg in 2016 um 52 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahr (2016: EUR -7,9 Mio.; 2015: EUR -16,4 Mio.). Dies ist auf das starke vierte Quartal 2016 (Q4/2016: EUR 12,5 Mio.; Q3/2016: EUR -0,4 Mio.) zurĂŒckzufĂŒhren, in dem auch ein positives EBIT und Nettoergebnis in Höhe von EUR 7,9 Mio. bzw. EUR 6,4 Mio. erzielt wurden. Wie erwartet war das EBITDA des zweiten Halbjahres 2016 mit EUR 12,1 Mio. in Summe positiv.

Der Free Cashflow belief sich in 2016 auf EUR -42,9 Mio. und verbesserte sich damit im Jahresvergleich um EUR 14,4 Mio. oder 25 Prozent (2015: EUR -57,3 Mio.). Der negative Free Cashflow von EUR -4,9 Mio. im vierten Quartal 2016 (Q3/2016: EUR 3,0 Mio.) ist vor allem auf die hohe Auslieferungsrate zum Jahresende zurĂŒckzufĂŒhren. Ein großer Teil der dadurch gestiegenen Forderungen ist in Q1/2017 eingegangen.

In 2016 erreichte der Gesamtauftragseingang mit EUR 225,1 Mio. oder 35 Prozent ĂŒber dem Vorjahr (2015: EUR 167,1 Mio.) den höchsten Stand seit fĂŒnf Jahren. In Q4/2016 war der Gesamtauftragseingang gegenĂŒber dem Vorquartal leicht rĂŒcklĂ€ufig, bewegte sich aber bedingt durch eine gleichbleibend hohe Nachfrage nach LED-, Telekommunikations- und optoelektronischen Anwendungen, darunter auch dem Verkauf von AIX R6 aus LagerbestĂ€nden, mit EUR 60,5 Mio. deutlich ĂŒber dem Vorjahr (Q3/2016: EUR 69,0 Mio., Q4/2015: EUR 31,3 Mio.).

Der Anlagen-Auftragsbestand zum 31. Dezember 2016 lag bei EUR 78,1 Mio. und damit 67 Prozent ĂŒber dem Wert vom Anfang des Jahres in Höhe von EUR 46,7 Mio. (31. Dezember 2015: EUR 42,9 Mio.; 30. September 2016: EUR 104,0 Mio.).

"Das beherrschende Thema des GeschĂ€ftsjahres 2016 war sicherlich die versuchte Übernahme durch Grand Chip Investment, die das Ziel hatte, den Zugang zum wichtigen chinesischen Markt abzusichern und gleichzeitig das gesamte Produktportfolio von Aixtron zur Marktreife zu bringen. Nach der Anordnung des amerikanischen PrĂ€sidenten, in der er die Übernahme des US-GeschĂ€fts von AIXTRON durch den Bieter untersagte und dem folgenden RĂŒckzug des Investors, hat Aixtron seine Unternehmensstrategie, die auf eine nachhaltige RĂŒckkehr in die ProfitabilitĂ€t und ein positives Betriebsergebnis fĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2018 abzielt, neu ausgerichtet. Diese gilt es nun umzusetzen", erlĂ€utert Martin Goetzeler, Vorstandsvorsitzender der Aixtron SE.

Prognose

Nach Beendigung der geplanten Übernahme durch einen chinesischen Investor im Dezember 2016 konzentriert sich Aixtron in seiner Unternehmensstrategie nun auf die optimale Aufstellung des Technologieportfolios. Vor diesem Hintergrund verfolgt Aixtron derzeit unterschiedliche Möglichkeiten, wie die hohen Vorlaufkosten fĂŒr die Entwicklung zukunftsweisender Technologien erfolgreich verringert werden können. Hierzu gehören die Suche nach Partnern genauso wie die PrĂŒfung von Joint Ventures und anderer Möglichkeiten. All diese Maßnahmen zielen auf die nachhaltige RĂŒckkehr zur ProfitabilitĂ€t und ein positives Betriebsergebnis fĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2018 ab.

Basierend auf der aktuellen Unternehmensstruktur und EinschĂ€tzung der aktuellen Auftragslage mit dem aktuellen Budgetkurs von 1,10 USD/EUR rechnet der Vorstand fĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2017 mit Umsatzerlösen und AuftragseingĂ€ngen in einer Bandbreite zwischen EUR 180 und 210 Millionen.
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