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© Todd Lipsky Dreamstime.com Markt | 03 Februar 2017

Bosch bekommt Rechnung

Bosch hat in den USA mit ZivilklĂ€gern eine Vergleichsvereinbarung zur Beilegung des ĂŒberwiegenden Anteils der anhĂ€ngigen Zivilgerichtsverfahren im Zusammenhang mit in den USA verkauften Dieselfahrzeugen der Marken Volkswagen, Audi und Porsche abgeschlossen.
Entsprechende Unterlagen wurden beim zustĂ€ndigen Gericht, dem United States District Court for the Northern District of California, eingereicht. Die Vereinbarung wurde fĂŒr die beteiligten Gruppen von SammelklĂ€gern mit dem Steuerungskomitee der KlĂ€ger („Plaintiffs‘ Steering Comittee, PSC“) geschlossen. Die Einigung wĂŒrde die Forderungen von Verbrauchern und GebrauchtwagenhĂ€ndlern gegen die Robert Bosch GmbH, ihre Tochtergesellschaften, die Mitarbeiter und das Management beilegen, die die Dieselfahrzeuge der Marken Volkswagen und Audi mit 2,0l-Motoren der Modelljahre 2009 bis 2015 sowie Dieselfahrzeuge der Marken Volkswagen, Audi und Porsche mit 3,0l-Motoren der Modelljahre 2009 bis 2016 betreffen. Bosch wird dazu einen Gesamtbetrag von USD 327,5 Millionen (rund EUR 304 Millionen) zahlen. Mit der Vergleichsvereinbarung erkennt Bosch weder den von den KlĂ€gern vorgetragenen Sachverhalt an, noch rĂ€umt Bosch Schuld ein. „Nach sorgfĂ€ltiger AbwĂ€gung aller Gesichtspunkte haben wir uns in diesem Fall dazu entschieden, eine Vergleichsvereinbarung abzuschließen. Bosch befindet sich inmitten des grĂ¶ĂŸten Transformationsprozesses der Unternehmensgeschichte. Dem Wandel im Bereich der MobilitĂ€t und in anderen TĂ€tigkeitsfeldern wollen wir unsere Aufmerksamkeit und unsere Ressourcen widmen“, sagte Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der GeschĂ€ftsfĂŒhrung der Robert Bosch GmbH. Die nun erzielte Vergleichsvereinbarung bedarf der Genehmigung von Richter Charles R. Breyer, der das zahlreiche Zivilklagen zusammenfassende, bundesweite Multi-District-Verfahren leitet. In einer fĂŒr den 14. Februar 2017 geplanten Anhörung wird das Gericht prĂŒfen, ob die vorlĂ€ufige Genehmigung der heute eingereichten Vergleichsvereinbarung erteilt werden kann. Sodann werden die SammelklĂ€ger ĂŒber ihre Rechte und Möglichkeiten informiert. Anfang Mai 2017 könnte das Gericht dann die endgĂŒltige Genehmigung der Vergleichsvereinbarung prĂŒfen. Die vorliegende Vergleichsvereinbarung bezieht sich nur auf zivilrechtliche Forderungen. Bosch wird weiterhin, wie schon seit Bekanntwerden der Anschuldigungen, in anderen zivil- und strafrechtlichen Verfahren seine Interessen vertreten bzw. umfassend mit den Ermittlungsbehörden in Deutschland und anderen LĂ€ndern kooperieren.
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2019.02.22 14:26 V12.2.6-1