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© thyssenkrupp Markt | 02 Februar 2017

thyssenkrupp baut Testzentrum in Liechtenstein

Der Industrie- und Technologiekonzern thyssenkrupp hat den Startschuss für den Bau eines neuen Test- und Entwicklungszentrums für Lenkungstechnologie in Liechtenstein gegeben.
Mit einem symbolischen Spatenstich wurde das Projekt am Stammsitz des Lenkungsgeschäfts in Eschen feierlich gestartet. In dem rund 3'000 Quadratmeter großen Testzentrum bündelt thyssenkrupp zukünftig seine Kompetenzen in den Bereichen Entwicklung, Fahrzeugaufbau und Prototypenbau. Die Fertigstellung ist für das erste Halbjahr 2019 geplant. Die Investitionssumme liegt bei rund EUR 15 Millionen.

Karsten Kroos, CEO der Komponentensparte von thyssenkrupp: „Mit der Bündelung und dem Ausbau unserer Test- und Entwicklungsaktivitäten können wir unsere automobilen Kunden besser und schneller mit neuen Lösungen und Produkten bedienen. Das gilt vor allem für die Vielzahl an neuen Aufträgen, die wir im Bereich der elektrisch unterstützen Lenksysteme in den letzten Monaten gewonnen haben. Darüber hinaus greifen wir hier neue Entwicklungstrends im Fahrwerks- und Lenkungsbereich auf, um sie in kundenspezifische und marktreife Produkte zu überführen“.

thyssenkrupp hat allein im Segment der elektrisch unterstützen Lenksysteme in diesem und dem letzten Geschäftsjahr Aufträge aus der Autoindustrie von rund EUR acht Milliarden Gesamtumsatz erhalten.

Auf Basis dieser Lenkungstechnologie werden im neuen Testcenter aktuelle Entwicklungsprojekte wie 'Steer-by-Wire', Elektromobilität sowie die Weiterentwicklung von Assistenzsystemen als Vorstufe des autonomen Fahrens weiter vorangetrieben. Mit modernster Messtechnik werden im Bereich der Grundlagenforschung zum Beispiel neuartige Materialien und Werkstoffe untersucht und auf ihren Einsatz in zukünftigen Produkten getestet. In Dauerbelastungstests von vier bis sechs Wochen kann die Qualität und Lebensdauer dieser Produkte für ein gesamtes Autoleben abgebildet werden. Im Akustikzentrum wird darüber hinaus das Geräuschverhalten der Lenksysteme weiter optimiert.

"Die Ergebnisse der unterschiedlichen Testreihen fließen automatisch in unsere digitalen Testmodelle ein. Durch den Einsatz neuer softwarebasierter Analysen können wir gezielt die für uns relevanten Entwicklungsparameter herausfiltern und in einer virtuellen Umgebung testen. Damit können wir den Prototypenbau deutlich effizienter gestalten und sparen kostenintensive Entwicklungszeit ein", so Kroos weiter.

© thyssenkrupp

Neben dem neuen Testcenter in Liechtenstein betreibt thyssenkrupp bereits in Budapest ein eigenes Software- und Entwicklungszentrum für Lenkungstechnologie. Hier bündelt das Unternehmen die komplette Softwareentwicklung für elektromechanische Lenkungen und entwickelt dort unter anderem neue Softwarefunktionen für eine verbesserte Fahrsicherheit.

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