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© kheng guan toh dreamstime.com Markt | 02 Februar 2017

Vosla: Restrukturierung in Eigenverwaltung

Die vosla GmbH stellt sich mit Hilfe eines Eigenverwaltungsverfahrens neu auf. Das Amtsgericht Chemnitz hat dem Antrag der GeschĂ€ftsfĂŒhrung entsprochen und eine vorlĂ€ufige Eigenverwaltung angeordnet.
Das Verfahren soll bis zum SpÀtsommer 2017 abgeschlossen sein. Der GeschÀftsbetrieb lÀuft ohne Unterbrechungen weiter.

Anfang Januar hatte vosla die Weichen fĂŒr eine Neuausrichtung gestellt und personelle VerĂ€nderungen im Management-Team vorgenommen. Der Restrukturierer Dr. Stefan Weniger ergĂ€nzt als SanierungsgeschĂ€ftsfĂŒhrer (CRO) die GeschĂ€ftsfĂŒhrung und wird zusammen mit Dr. Michael Waubke die Restrukturierung verantworten. Gemeinsam wollen sie die notwendigen Maßnahmen fĂŒr die Sanierung des traditionsreichen Unternehmens entwickeln und umsetzen.

"Unsere Analysen haben jetzt ergeben, dass das Unternehmen fĂŒr die anstehende Sanierung nicht durchfinanziert ist und wir daher aufgrund Überschuldung einen Antrag stellen mussten“, erlĂ€utert Dr. Weniger die GrĂŒnde fĂŒr die Insolvenzanmeldung. "Trotz dieser Entwicklung werden wir unsere Arbeit wie geplant fortsetzen und das Unternehmen im Rahmen des Eigenverwaltungsverfahrens restrukturieren", bekrĂ€ftigt Dr. Waubke.

Wie genau die zukĂŒnftige Ausrichtung und die damit verbundenen Maßnahmen im Detail aussehen werden, wird die GeschĂ€ftsfĂŒhrung gemeinsam mit dem Management in den nĂ€chsten Wochen und Monaten erarbeiten. Ob und inwieweit Personalmaßnahmen notwendig sein werden, ist derzeit noch nicht absehbar.

Die Löhne und GehĂ€lter der rund 330 Mitarbeiter sind fĂŒr Januar, Februar und MĂ€rz ĂŒber die Bundesagentur fĂŒr Arbeit gesichert. Die GeschĂ€ftsfĂŒhrung hat bereits die Vorfinanzierung des Geldes ĂŒber eine Bank initiiert, damit die noch fehlenden Januar-GehĂ€lter kurzzeitig ausgezahlt werden können.

"Unser Ziel ist es, das Unternehmen sowie seinen Produktionsstandort zu erhalten und es fĂŒr die Zukunft sicher aufzustellen. Wir wollen dafĂŒr Sorge tragen, dass vosla auch nach dem Wegfall von Philips als wichtigem Kunden nachhaltig profitabel wirtschaften kann", so Dr. Waubke und Dr. Weniger.
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2018.12.13 13:08 V11.10.14-2