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© rolls-royce (illustration purpose only!) Markt | 20 Januar 2017

Rolls-Royce einigt sich mit Ermittlungsbehörden

Rolls-Royce gibt den Abschluss einer Vereinbarung ĂŒber die Aussetzung der Strafverfolgung (Deferred Prosecution Agreement – DPA) mit dem britischen Serious Fraud Office (SFO) bekannt, nachdem diese durch Sir Brian Leveson, den PrĂ€sidenten der Zivilkammer Queen‘s Bench Division des höchsten britischen Zivilgerichtshofs, genehmigt wurde.
Rolls-Royce hat ebenfalls ein DPA mit dem US-amerikanischen Department of Justice (DoJ) und ein „Leniency Agreement“ mit dem brasilianischen MinistĂ©rio PĂșblico Federal (MPF) unterzeichnet. Die Vereinbarungen beziehen sich auf Bestechungs- und KorruptionsvorwĂŒrfe gegen Vermittler auf einigen internationalen MĂ€rkten; 2012 hatte das Unternehmen die Bedenken dem SFO auf dessen Aufforderung hin ĂŒbermittelt. Es handelt sich dabei um freiwillige Vereinbarungen, die - bei ErfĂŒllung bestimmter Auflagen durch das Unternehmen, u. a. die Leistung einer Strafzahlung - die Einstellung der Strafverfolgung bewirken. GemĂ€ĂŸ den Vereinbarungen fĂ€llt insgesamt eine Strafe von GBP 671 Millionen an. Warren East, Rolls-Royce, Chief Executive, erklĂ€rte: „Das im Laufe der Ermittlungen vom Serious Fraud Office und anderen Behörden aufgedeckte Verhalten ist vollkommen inakzeptabel und wir möchten uns dafĂŒr in aller Form entschuldigen. Es ist beschĂ€mend sowohl fĂŒr alles, wofĂŒr Rolls-Royce steht, als auch angesichts der Erwartungen, die unsere Mitarbeiter, Kunden, Investoren und Partner zu Recht an uns stellen. Die Verhaltensweisen der Vergangenheit, die nun aufgedeckt wurden, entsprechen nicht den heutigen GeschĂ€ftsgrundsĂ€tzen von Rolls-Royce. Wir haben unser Verhalten von Grund auf geĂ€ndert. Wir zeigen bei geschĂ€ftlichem Fehlverhalten jeglicher Art null Toleranz.“ Ian Davis, Rolls-Royce, Chairman ergĂ€nzte: „Wir haben umfassend mit den Behörden zusammengearbeitet und werden das auch weiterhin tun. Der Vorstand hat durch umfassende Maßnahmen die Ethik- und Compliance-AblĂ€ufe im gesamten Unternehmen verbessert, sodass hohe Verhaltensstandards in unserem GeschĂ€ftsgebaren nun wesentlich fĂŒr die Art sind, in der wir GeschĂ€fte machen. Wir alle sind entschlossen, dafĂŒr zu sorgen, dass Rolls-Royce aus dieser Phase als ein vertrauenswĂŒrdigeres, widerstandsfĂ€higeres und besser gefĂŒhrtes Unternehmen hervorgeht, das stets mit fairen Mitteln zum Erfolg gelangt. Wir verfĂŒgen nach wie vor ĂŒber beeindruckende Technologien und Kompetenzen und sind auf langfristigen WachstumsmĂ€rkten gut aufgestellt.“ Im Rahmen des DPA mit dem SFO wird Rolls-Royce in einem Zeitraum von bis zu fĂŒnf Jahren GBP 497'252'645 zuzĂŒglich Zinsen zahlen und eine weitere Zahlung fĂŒr die beim SFO angefallenen Kosten leisten. Rolls-Royce hat sich darĂŒber hinaus verpflichtet, dem DoJ insgesamt USD 169'917'710 und dem MPF insgesamt USD 25'579'179 zu zahlen. Somit wird damit gerechnet, dass Rolls-Royce im ersten Jahr fĂŒr alle Vereinbarungen GBP 293 Mio. zahlen muss. Zahlungsplan an das SFO © Rolls-Royce
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2019.02.15 09:57 V12.1.1-1