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Komponenten | 15 Mai 2007

Solarzellen-Markt soll Halbleiter-Branche überholen

Der Weltmarkt für Solarzellen wird 2020 den klassischen Halbleitermarkt überholen. Dies prognostiziert Eicke Weber, Leiter des Fraunhofer-Institut für solare Energiesysteme (ISE) in einem Interview mit dem Solarpraxis Verlag.

Während das Volumen des Solarmarkts weltweit heute noch bei 14 Milliarden Euro liege, soll der Umsatz bis 2020 auf über 250 Milliarden Euro steigen, meint der Wissenschaftler. Einen erheblichen Anteil am Marktwachstum soll laut Weber der verstärkte Einsatz von Zellen mit speziell gereinigtem metallurgischem Silizium haben. Diese Zellen, die das so genannte „Dirty Silicon“ enthalten, würden sich mittelfristig bei Preisen zwischen zehn und 30 US-Dollar pro Kilogramm einpendeln – während rein kristallines Silizium auf dem Markt für 150 bis 200 US-Dollar gehandelt werde. Er erwartet, dass bis 2015 rund die Hälfte aller Solarzellen aus dem neuen Material gefertigt werden. Diese sinkenden Preise würden damit massiv den Absatz fördern. „Dreh- und Angelpunkt des Solarbooms sind die Kosten für Zellen und Module“, so Weber im Interview. Er erwartet, dass etwa ab 2015 die Preise unter einen Euro für jedes installierte Watt Solarstromleistung rutschen. Damit wären Solarzellen konkurrenzfähig zu fossilen Technologien der Energieerzeugung.
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