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© Kheng Ho Toh Dreamstime.com Markt | 09 Dezember 2016

thyssenkrupp ist Ziel eines massiven Cyberangriffs geworden

Es handelte sich um einen professionellen Angriff, der nach Informationen des Unternehmens einer Angreifergruppe im südostasiatischen Raum zugeordnet werden kann.
Analysen der Vorgehensweise haben ergeben, so thyssenkrupp weiter, dass der Angriff im Wesentlichen auf den Diebstahl von technologischem Know How und Forschungsergebnissen in einigen Bereichen des Geschäftsbereiches Industrial Solutions (Industriespionage) abzielten. Dabei wurden auch Systeme des Geschäftsbereiches Steel Europe genutzt.

Speziell abgesicherte IT-Systeme für besonders kritische Bereiche, wie die IT des Geschäftsbereiches Marine Systems oder die Produktions-IT der in Duisburg betriebenen Hochöfen und Kraftwerke, waren nicht betroffen. Gleiches gilt für sonstige Produktionsanlagen und -prozesse im Konzern. Anhaltspunkte für Sabotage sind nicht entdeckt worden. Es gibt darüberhinaus keine Anhaltspunkte für Manipulationen von Daten und Applikationen oder sonstige Sabotageakte, heißt es weiter.

Gut organisierte und hochprofessionelle Cyberangriffe nehmen deutlich zu und sind deshalb ein ernstes Problem für die gesamte Wirtschaft. Gemäß einer aktuellen Umfrage des deutschen Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnologie gaben 66 Prozent der teilnehmenden Firmen an, dass sie das Ziel von Hacker-Angriffen geworden seien. Nur 44 Prozent der betroffenen Unternehmen konnten die Angriffe erfolgreich abwehren.

Derzeit kann nicht verlässlich eingeschätzt werden, ob durch den Angriff ein Schaden (etwa Verlust geistigen Eigentums) entstanden ist. Es wurde festgestellt, dass über die betroffenen Bereiche Daten-Fragmente gestohlen worden sind. Der Inhalt des Datenabflusses ist mit Ausnahme bestimmter Projektdaten in einer operativen Einheit aus dem Bereich Anlagenbau bisher noch nicht bekannt.

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2018.10.15 23:56 V11.6.0-2