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© Volkswagen Markt | 21 November 2016

Volkswagen baut 23'000 deutsche Stellen ab

Die geplanten Investitionen in Zukunftsthemen belaufen sich in den kommenden Jahren auf insgesamt rund EUR 3,5 Milliarden. Damit verbunden ist ein Personalaufbau von 9'000 Stellen. Dem steht in Deutschland ein sozialvertrĂ€glicher Abbau von bis zu 23'000 ArbeitsplĂ€tzen in konventionellen Bereichen gegenĂŒber.
Vorstand und Gesamtbetriebsrat von Volkswagen haben in Wolfsburg nach konstruktiven Verhandlungen einen Zukunftspakt unterzeichnet. Das Programm fĂŒr die deutschen Standorte mit rund 120'000 Mitarbeitern soll die WettbewerbsfĂ€higkeit der Marke Volkswagen deutlich verbessern und das Unternehmen zukunftsfest machen, heißt es beim Unternehmen. Im Mittelpunkt steht eine Neuorientierung ĂŒber die gesamte Wertschöpfungskette hinweg. Bereits 2020 will die Marke Volkswagen völlig neu aufgestellt sein. Betriebsbedingte KĂŒndigungen sind ausgeschlossen. Die Reduzierung der ArbeitsplĂ€tze erfolgt sozialvertrĂ€glich. Zugleich wird in Zukunftsfeldern neue BeschĂ€ftigung aufgebaut. Die geplanten Investitionen in Zukunftsthemen belaufen sich in den kommenden Jahren auf insgesamt rund EUR 3,5 Milliarden. Damit verbunden ist ein Personalaufbau von 9'000 Stellen. Dem steht in Deutschland ein sozialvertrĂ€glicher Abbau von bis zu 23'000 ArbeitsplĂ€tzen in konventionellen Bereichen gegenĂŒber. Der Vorsitzende des Markenvorstands, Dr. Herbert Diess, sagt: „Mit dem Zukunftspakt macht Volkswagen einen großen Schritt nach vorn. Der Zukunftspakt steht fĂŒr den weitreichenden Umbau der Wertschöpfung, den Aufbau neuer Kompetenzen und fĂŒr strategische Investitionen. Wir stĂ€rken Wirtschaftlichkeit und WettbewerbsfĂ€higkeit, und wir sorgen fĂŒr die Zukunftssicherung unserer Standorte. Dem sozialvertrĂ€glichen Abbau von ArbeitsplĂ€tzen steht ein Aufbau an anderer Stelle gegenĂŒber.“ Der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Bernd Osterloh sagt: „Die wichtigste Nachricht ist: Die ArbeitsplĂ€tze der Stammbelegschaft sind sicher. Wir haben vereinbart, dass betriebsbedingte KĂŒndigungen bis Ende 2025 ausgeschlossen sind. Wenn ich sehe, was in anderen Unternehmen passiert, ist das ein großer Erfolg in schwierigen Zeiten. Ebenso wichtig: Mit dem Zukunftspakt schaffen wir den Einstieg in die E-MobilitĂ€t der nĂ€chsten Generation. Mit den neuen Autos auf MEB-Basis und Elektrokomponenten aus unseren Standorten werden unsere deutschen Werke Vorreiter bei der Elektrifizierung im Volkswagen Konzern sein. Der Betriebsrat hat dafĂŒr gesorgt, dass diese Zukunftsfahrzeuge in Deutschland und nicht im Ausland gebaut werden. NatĂŒrlich: Der Zukunftspakt hat Licht und Schatten. Er stellt nach langem Ringen einen tragbaren Kompromiss fĂŒr beide Seiten dar. Wir haben jetzt ein Ergebnis der Vernunft.“ Der Zukunftspakt enthĂ€lt Vereinbarungen fĂŒr neue, zukunftsweisende Fahrzeugprojekte. Die Fertigung von E-Fahrzeugen auf Basis des modularen Elektrifizierungsbaukastens (MEB) ĂŒbernehmen die Werke Wolfsburg und Zwickau. DarĂŒber hinaus sichert das Unternehmen die Fahrzeugbaustandorte weiter ab. Das Werk Emden erhĂ€lt zur effizienten Auslastung ein weiteres Modell. In Wolfsburg wird kĂŒnftig mit einem Konzernprodukt ein zusĂ€tzliches Fahrzeug produziert. ‱ Die deutschen Leitwerke der Komponente teilen sich die Zukunftsthemen auf. Braunschweig wird weiterhin das Batteriesystem fĂŒr den Modularen Querbaukasten (MQB) fertigen und zusĂ€tzlich das Batteriesystem fĂŒr den Modularen Elektrifizierungsbaukasten (MEB) entwickeln und fertigen. Kassel wird den MEB-Antrieb entwickeln und neben der E-Getriebefertigung den Zusammenbau des Gesamtsystems verantworten. Salzgitter wird MEB-Antriebskomponenten fertigen und zuliefern. Gleichzeitig baut der Standort Kompetenzen und eine Pilotanlage fĂŒr Batteriezellen und Zellmodule auf.
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