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© gilbertc dreamstime.com Markt | 24 Februar 2016

Aixtron rechnet auch 2016 mit roten Zahlen

Auf dem Weg zurück zur Profitabilität konnte Aixtron im vergangenen Geschäftsjahr wichtige, wenn auch nicht alle Meilensteine erreichen.
Der Konzern weist für das zweite Halbjahr 2015 wie geplant ein positives EBITDA aus und bewegt sich auch bei den Betriebskosten im Rahmen der Zielvorgabe von rund EUR 80 Millionen. Obwohl San’an Optoelectronics die neue AIX R6 entgegen den Erwartungen nicht qualifizierte und damit das ursprüngliche Umsatzziel nicht erreicht wurde, stieg der Umsatz in 2015 leicht auf EUR 197,8 Millionen.

„Ursächlich hierfür war, dass wir die fehlenden Umsätze im LED-Bereich durch signifikante Steigerungen in anderen Technologiebereichen ausgleichen konnten. Dies ist ein Ergebnis der Fortschritte bei der Umsetzung unserer Diversifizierungsstrategie“, erklärt Martin Goetzeler, Vorstandsvorsitzender der Aixtron SE.

Die Umsatzerlöse lagen im Geschäftsjahr 2015 mit EUR 197,8 Mio. (2014: EUR 193,8 Mio.) 2 Prozent über dem Vorjahr. Mit EUR 62,5 Mio. lagen sie auch in Q4/2015 über den Werten sowohl des Vorjahres als auch des Vorquartals (Q4/2014: EUR 58,0 Mio.; Q3/2015: EUR 54,6 Mio.). Dabei spiegelt die breitere Verteilung des Umsatzes auf die Anwendungen auch die größere Diversifizierung des Technologie- und Produktportfolios wider: Optoelektronische Komponenten 31 Prozent (2014: 9 Prozent), LED 26 Prozent (2014: 68 Prozent), Silizium 19 Prozent (2014: 11 Prozent), Leistungselektronik 17 Prozent (2014: 7 Prozent), Sonstige Anwendungen 7 Prozent (2014: 5 Prozent). Das EBITDA verbesserte sich im vergangenen Geschäftsjahr auf EUR -16,4 Mio. (2014: EUR -41,3 Mio.).

In Q4/2015 belief sich das EBITDA auf EUR 1,3 Mio. (Q4/2014: EUR -13,9 Mio.; Q3/2015: EUR 4,1 Mio.). Mit einem positiven EBITDA in Höhe von EUR 5,4 Mio. erfüllte Aixtron die kommunizierten Erwartungen eines EBITDA Break-Even für das zweite Halbjahr 2015. Darin spiegeln sich sowohl ein veränderter Produktmix als auch die günstige Währungsentwicklung sowie die Zunahme der Produktivität wider.

Der Gesamtauftragseingang lag im Geschäftsjahr 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 16% niedriger bei EUR 167,1 Mio. (2014: EUR 198,7 Mio.), was im Wesentlichen auf die allgemein geringe Marktnachfrage insbesondere nach LED-Produktionsanlagen sowie auf die Auswirkungen der länger als erwartet andauernden Qualifizierungsprozesse für die AIX R6 zurückzuführen ist. Aufgrund der internen Bedingungen zur Erfassung von Anlageaufträgen war der Großauftrag von San’an Optoelectronics nicht Teil des Anlagen-Auftragsbestands.

„Im vergangenen Geschäftsjahr konnten wir unsere Ertragskennzahlen erneut verbessern, obwohl wir unter dem Strich noch keine schwarzen Zahlen schreiben. Dass wir auch ohne den Umsatzbeitrag aus China das geplante positive EBITDA im zweiten Halbjahr 2015 erreichen konnten, belegt unsere Kostendisziplin sowie den Fortschritt bei der Umsetzung unserer Diversifizierungsstrategie", erläutert Martin Goetzeler, Vorstandsvorsitzender der Aixtron SE.

„Aixtron verfügt über ein aussichtsreiches Technologie- und Produktportfolio, das wir konsequent weiterentwickeln. Lässt man die LED außen vor, konnten wir 2015 in der Optoelektronik, vor allem bei Anwendungen wie Laser, Infrarot und Photovoltaik, sowie in der Leistungselektronik das beste Jahr seit langem verbuchen und unsere Umsätze teilweise verdreifachen. Obwohl wir uns in der Kohlenstoff-Nanotechnologie in einer frühen Phase befinden, haben wir unseren Umsatz in 2015 erneut verbessert. In der Siliziumindustrie haben wir die Umsätze mit unserer Anlagentechnologie für Speicherchips nahezu verdoppelt und unsere Marktpositionierung für die Entwicklung neuartiger Prozessoren weiter vorangetrieben. Mit der Installation unserer Gen8-Demonstrationsanlage sowie dem Erwerb der Verkapselungstechnologie von PlasmaSi sehen wir uns in der organischen Elektronik in einer guten Position, die wir in diesem Jahr nutzen müssen.“

Prognose

Unter Zugrundelegung der Bewertung der aktuellen Auftragslage inklusive bestehender Chancen und Risiken basierend auf dem aktuellen Budgetkurs von 1,10 USD/EUR rechnet der Vorstand für das Geschäftsjahr 2016 mit Umsatzerlösen zwischen EUR 170 und 200 Mio., mit einer deutlich stärkeren Umsatzentwicklung im zweiten Halbjahr 2016 im Vergleich zum ersten Halbjahr 2016.

Der Auftragseingang für das Gesamtjahr 2016 wird währungsbereinigt auf dem Niveau des Vorjahres erwartet.

Abhängig vom erfolgreichen Abschluss der Qualifikationsprozesse und der Markteintrittsaktivitäten als auch vom Erreichen des Umsatzes am oberen Ende der Bandbreite der Umsatzprognose, geht der Vorstand davon aus, dass sich die Ertragslage in 2016 erneut verbessern wird. EBITDA, EBIT, Jahresergebnis und Free Cashflow sollen sich gegenüber dem Geschäftsjahr 2015 leicht verbessern, werden aber im Geschäftsjahr 2016 negativ bleiben. Der Vorstand erwartet, dass im Geschäftsjahr 2017 ein positives EBITDA erreicht wird.

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