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© pichetw dreamstime.com Design Analysen | 11 November 2015

Deutsche Bauelemente-Distribution legt weiter zu

Der deutscher Bauelemente-Distributionsmarkt wächst im dritten Quartal 2015 um 9,8 Prozent, bei stabiler Auftragslage, gemäß FBDi.

Auch im dritten Quartal 2015 konnte die deutsche Bauelemente-Distribution an Boden gut machen. Der Umsatz der beim FBDi gemeldeten Unternehmen in Deutschland stieg um 9,8 Prozent auf 830 Millionen Euro – der höchste bisher gemeldete Quartalsumsatz. Die Aufträge stiegen um 8,5 Prozent auf 809 Millionen Euro. In den ersten neun Monaten ergibt sich damit ein positives Bild: Der Umsatz aller Bauelemente stiegt um 5,2 Prozent auf knapp 2,4 Milliarden Euro, die Aufträge um 6,4 Prozent auf ebenfalls knapp 2,4 Milliarden Euro. Bei den Technologien zeigen sich jedoch deutliche Unterschiede. Während die Halbleiter in den ersten drei Quartalen um 7,2 Prozent zulegten (auf 1,67 Milliarden Euro), ging der Umsatz bei passiven Bauelementen und bei der Elektromechanik um 0,4 Prozent bzw. 2,6 Prozent zurück, auf 331 Millionen Euro (Passive) bzw. 232 Millionen Euro (Elektromechanik). Auf die Gewichtung der Technologien hat dies nur geringen Einfluss, die Halbleiter bleiben mit 70% Anteil am Gesamtmarkt die stärkste Kraft, gefolgt von den passiven Komponenten mit knapp 14 Prozent und der Elektromechanik mit knapp 10 Prozent. Messbar zugelegt haben die Displays mit einem Anteil von 3,2 Prozent und Stromversorgungen mit 2,4 Prozent, die beide auch überdurchschnittlich - nämlich zweistellig - wuchsen. FBDi-Vorstandsvorsitzender Georg Steinberger: „Die Gesamtlage sieht nach neun Monaten stabil aus; bei den Halbleitern ohnehin, aber auch bei passiven und elektromechanischen Komponenten zeigt der Trend wieder nach oben. Ganz klaren Einfluss auf die Zahlen hat der Wechselkurz von Euro und Dollar, der bei den Halbleitern mindestens die Hälfte der Miete ausmacht.“ Für 2015 erwartet Steinberger weiterhin ein solides einstelliges Wachstum um die 5 Prozent. Mittelfristig könnte das Bild sich jedoch ändern: „Die größten Sorgen macht uns derzeit die Entwicklung in der deutschen Automobilindustrie. Der VW-Skandal könnte signifikante Auswirkungen auf die Lieferkette und damit auch die Elektronikindustrie haben. Ebenso dürfte das verlangsamte Wachstum in China die exportorientierte deutsche High-Tech-Industrie treffen.“ Dagegen sollte die Elektronikindustrie von einem Innovationsschub rund um Industrie 4.0 und das Internet der Dinge profitieren: „Die Distribution ist als Technologie- und Logistikpartner hier hervorragend positioniert.“
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