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© zf Markt | 26 Oktober 2015

ZF-Konzern forciert Elektromobilität

Der Technologiekonzern ZF bĂŒndelt von Jahresbeginn 2016 an seine AktivitĂ€ten in der ElektromobilitĂ€t am Standort Schweinfurt in einer neuen Division E-Mobility.
„Wir tragen der immensen Bedeutung der Zukunftstechnologien Rechnung, indem wir all unsere AktivitĂ€ten rund um die Elektrifizierung von Automobil und Nutzfahrzeug unter dem Dach einer neuen Division zusammenfassen“, sagt der ZF-Vorstandsvorsitzende Dr. Stefan Sommer. „Die ElektromobilitĂ€t wird kommen – vor dem Hintergrund der aktuellen Debatte um Emissionen von Autos vielleicht sogar schneller als gedacht.“ Wie ernst ZF den schrittweisen Wandel von der konventionellen Antriebstechnik hin zur ElektromobilitĂ€t nehme, so Sommer, sei nun mit der Division E-Mobility auch in der Konzernstruktur ablesbar. Bisher sind die AktivitĂ€ten im ZukunftsgeschĂ€ft ElektromobilitĂ€t in verschiedenen Organisationseinheiten verteilt, die nun zur Konzerndivision E-Mobility zusammengefasst werden. Sie ergĂ€nzt die vier bisherigen Divisionen Pkw-Antriebstechnik, Pkw-Fahrwerktechnik, Nutzfahrzeugtechnik und Industrietechnik sowie die jĂŒngst entstandene Division Aktive & Passive Sicherheitstechnik, in der ZF die GeschĂ€fte des Mitte Mai ĂŒbernommenen Unternehmens TRW fortfĂŒhrt. Den Kern der neuen Division E-Mobility bilden die GeschĂ€ftsfelder Elektronische Systeme sowie Elektrische Antriebstechnik. ErgĂ€nzt wird die Division um das Projekthaus E-Mobility, in dem unterschiedliche ElektromobilitĂ€ts-Projekte aus dem gesamten ZF-Konzern gebĂŒndelt werden. Mit der Division E-Mobility und den Leichtbau-AktivitĂ€ten von ZF wird Schweinfurt als ein Hightech-Standort im ZF-Konzern weiter gestĂ€rkt. „Wir werden mit der neuen Division am weltweiten Trend zu elektrifizierten Antrieben partizipieren und unseren Kunden die Produkte und Systeme bieten, die sie benötigen, um die immer strengeren Regularien zu erfĂŒllen“, erklĂ€rt ZF-Chef Sommer. „Zugleich leiten wir am Standort Schweinfurt einen Wandel ein von der Fahrwerkkomponenten-Fertigung hin zur Produktion technisch anspruchsvollerer Antriebsstrang-Komponenten. Das sichert den Standort langfristig.“ FĂŒr die bisher an den Standorten Schweinfurt, Eitorf und Ahrweiler beheimatete StoßdĂ€mpferproduktion hat ZF ein Gesamtkonzept entwickelt, um dem hohen Kostendruck zu begegnen, unter dem gerade die konventionellen StoßdĂ€mpfer stehen. Sie lassen sich am Hochlohnstandort Deutschland nicht mehr zu wettbewerbsfĂ€higen Preisen herstellen und werden von den Standorten Schweinfurt, Eitorf und Ahrweiler ins Ausland verlagert, grĂ¶ĂŸtenteils an die bestehenden Produktionsstandorte in Levice (Slowakei) und Gebze (TĂŒrkei). Ein Teil der Produktion von technologisch anspruchsvolleren, elektronisch geregelten StoßdĂ€mpfern sowie weitere Produkte werden von Schweinfurt nach Eitorf, Ahrweiler sowie an osteuropĂ€ische Standorte verlagert. Damit sichert ZF in Eitorf und Ahrweiler die BeschĂ€ftigung bis mindestens Ende 2022. Der Standort Schweinfurt, der sukzessive die gesamte StoßdĂ€mpferproduktion abgibt, erhĂ€lt dafĂŒr die Division E-Mobility mit entsprechenden Investitionen in diese SchlĂŒsseltechnologie fĂŒr emissionsfreies Fahren. „Investitionen in die Zukunft erfordern strikte Disziplin an anderer Stelle“, sagt ZF-Produktionsvorstand Michael Hankel. „Konsequent verfolgen wir daher den Weg weiter, Produkte am Ende ihres Produktlebenszyklus‘ – wenn sie also nicht mehr innovative Hightech-Produkte, sondern Standardprodukte sind – von Deutschland aus an Standorte mit geringeren Produktionskosten zu verlagern.“ Hankel: „Um in allen Produktsegmenten wettbewerbsfĂ€hig zu bleiben, mĂŒssen wir noch konsequenter den Regeln des Marktes folgen.“ Gemeinsam mit den BetriebsrĂ€ten der betroffenen Standorte hat ZF in den vergangenen Monaten die Errichtung der Division E-Mobility in Schweinfurt sowie das StoßdĂ€mpfer-Gesamtkonzept ausgehandelt. „Es ermöglicht uns einerseits, zu wettbewerbsfĂ€higen Preisen zu produzieren und andererseits, die Standorte Eitorf und Ahrweiler zu erhalten, wo insgesamt rund 900 Mitarbeiter beschĂ€ftigt sind“, so Hankel.
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