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© batman2000 dreamstime.com Markt | 31 August 2015

Stabiles Ergebnis trotz Frankenstärke und kritischer Exportsituation für RUAG

Der Technologiekonzern RUAG konnte trotz schwierigen weltwirtschaftlichen Umständen seine Gewinnmarge halten und im ersten Halbjahr 2015 ein stabiles Ergebnis erzielen.

Der Konzern verzeichnete einen organischen Umsatzrückgang von 5,4 Prozent (CHF 49 Mio.), der auf Umsatzverschiebungen in die zweite Jahreshälfte zurückzuführen ist. Die RUAG geht davon aus, dass dieser Rückgang im zweiten Halbjahr 2015 wieder ausgeglichen werden kann. Der starke Schweizer Franken belastete den Konzern-Nettoumsatz zusätzlich mit 5,8 Prozent (CHF 53 Mio.). Akquisitionsbedingt kam ein Umsatzplus von 0,6 Prozent (CHF 7 Mio.) hinzu. Insgesamt erzielte die RUAG im ersten Halbjahr einen Nettoumsatz von CHF 824 Mio. (CHF 921 Mio.). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ging um 5,7 Prozent auf CHF 47 Mio. (CHF 50 Mio.) zurück. Trotz dieser Rückgänge konnte die RUAG die operative Gewinnmarge (EBIT in Prozent vom Betriebsertrag) mit 5,6 Prozent (5,6 Prozent) stabil halten. Am stärksten wuchs der Umsatzanteil der RUAG in Europa und Nordamerika. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung erhöhte der Technologie­konzern um 7,9 Prozent auf CHF 68 Mio. (CHF 63 Mio.). Währungsbereinigt liegt die RUAG 5.4% unter der Vorjahresperiode. Die Divisionen Ammotec (Kleinkalibermunition) und Aerostructures (Flugzeugstrukturbau) konnten ihren Umsatz steigern – Ammotec insbesondere aufgrund der guten Entwicklung des Jagd- und Sportsschützenmarkts in Nordamerika. Die Divisionen Space, Aviation und Defence verzeichneten währungsbereinigt einen rückläufigen Umsatz. Zusätzlich erschwerend wirkten sich die Exportbeschränkungen für Rüstungsgüter in Konfliktregionen aus. Mit zivilen Anwendungen erwirtschaftete die RUAG 55 Prozent (60 Prozent) des Nettoumsatzes, mit militärischen Anwendungen 45 Prozent (40 Prozent). Die Verschiebung ist auf weniger Auslieferungen in der Geschäftsfliegerei und in der Raumfahrt zurückzuführen; diese werden im zweiten Halbjahr erfolgen. Der Umsatz des nach wie vor wichtigsten Einzelkunden VBS (Eidgenössisches Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport) ging mit 29 Prozent des Umsatzes (30 Prozent) erneut leicht zurück. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sank im Vergleich zur Vorjahresperiode um 5,7 Prozent auf CHF 47 Mio. (CHF 50 Mio.). Im Verhältnis zum Betriebsertrag konnte die operative Gewinnmarge hingegen mit 5,6 Prozent (5,6 Prozent) stabil gehalten werden. Dieses Resultat ist wesentlich auf ein Ende 2014 gestartetes Konzernoptimierungsprogramm zurückzuführen, das aufgrund der Frankenstärke umgehend beschleunigt und erweitert wurde. Das Programm zielt primär auf Effizienzsteigerungen und Einkaufsoptimierungen ab. Zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit erhöhte die RUAG in der Schweiz bei besonders betroffenen Bereichen die Wochenarbeitszeit auf 43 Stunden. Währungseffekte von über CHF 10 Mio. konnten durch diese Massnahmen zu einem grossen Teil wettgemacht werden. Insgesamt erzielte die RUAG 64 Prozent (62 Prozent) des Umsatzes im Ausland und 36 Prozent (38 Prozent) in der Schweiz. Den grössten Anteil ausserhalb der Schweiz verzeichnete die RUAG in Europa mit 45 Prozent (43 Prozent) und Nordamerika mit 13 Prozent (11 Prozent). Der weltweite Personalbestand der RUAG verringerte sich um 1,3 Prozent auf 8062 (8167) Mitarbeitende. Der Technologiekonzern erhöhte mit CHF 68 Mio. (CHF 63 Mio.) die Ausgaben für Forschung und Entwicklung gegenüber der Vorjahresperiode um 7,9 Prozent des Nettoumsatzes. Die Nettofinanzposition verbesserte sich um 85,5 Prozent stark auf CHF 120.3 Mio. (64,8 Mio.). Diese Zunahme war vor allem durch den guten Free Cash Flow im 2. Halbjahr 2014 geprägt. Der negative Free Cash Flow von minus CHF 67 Mio. (minus CHF 95 Mio.) ist darauf zurückzuführen, dass in 2013 und 2014 erhaltene Anzahlungen schrittweise zur Erledigung der Kundenaufträge verwendet wurden. Der Auftragseingang lag trotz Frankenstärke mit CHF 956 Mio. (CHF 964 Mio.) praktisch auf Vorjahresniveau. Der Auftragsbestand ging vor allem aufgrund von Währungseffekten leicht um 4 Prozent zurück auf CHF 1435 Mio. (CHF 1499 Mio.). Im Auftragseingang und -bestand sind mehrjährige Rahmenverträge nur im Umfang von effektiv erfolgten Abrufbestellungen berücksichtigt. Ausblick Für das 2. Halbjahr 2015 bereitet die Exportsituation von Rüstungsgütern in den Nahen Osten Sorgen. Bei andauernden Beschränkungen werden RUAG Standorte in der Schweiz massgeblich betroffen sein. Wegen der unsicheren Situation in der Weltwirtschaft geht die RUAG für diesen Zeitraum bei einem konstant starken Franken von einer abgeschwächten Entwicklung bezüglich Nettoumsatz und Betriebsergebnis im Vergleich zum Vorjahr aus.
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2019.09.20 17:48 V14.4.1-1