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© begemot 30 dreamstime.com Design Analysen | 26 August 2015

Europäischer Halbleiter Distributionsmarkt setzt mit zweistelligem Wachstumskurs fort

Europa weist im zweiten Quartal hauptsächlich einen Aufschwung vor, nur in Deutschland bleibt Steigerung gering und Russland verzeichnet negative Zahlen.

2015 erweist sich als ein sehr dynamisches Jahr für die europäische Halbleiterdistributionsindustrie. Nach einem starken zweistelligen Start im ersten Quartal, setzt sich dieser Aufwärtstrend im zweiten Quartal weiter fort. Nach DMASS (Distributors’ and Manufacturers’ Association of Semiconductor Specialists) wuchs der Umsatz der Halbleiterdistribution im zweiten Quartal von 2015 um 16 Prozent auf 1,86 Milliarden Euro, ein weiteres Rekordquartal in der Geschichte der DMASS. Ein wesentlicher Anstieg kommt wieder von einem Euro/US-Dollar-Umschwung. Ein 20 prozentiger niedrigerer Euro führte zu Preiserhöhungen, anderen Wechselkurseffekten von anderen Währungen gegenüber dem Euro und eine höhere Bewertung der Transaktionen in US-Dollar. Georg Steinberger, Vorsitzender des DMASS, kommentiert: „Obwohl 16 Prozent wie eine gesunde Zunahme klingen, so müssen wir doch bedenken, dass nicht alles von einer höheren Nachfrage oder organischen Wachstumschancen kommt, sondern von finanzielle Auswirkungen. Wir werden sehen, wie sich dieser Effekt im Laufe das Jahres schwächt. Auf halben Weg in 2015, scheint es klar zu sein, dass die europäische Distribution ein zweistelliges Wachstum im gesamten Jahr genießen wird, sofern keine massiven Makro-Effekte in der zweiten Jahreshälfte das Ergebnis in die Enge treiben. Es bleibt zu erwarten, dass die europäischen Exporte durch die Abschwächung der chinesischen Expansion betroffen sein werden.“ Regional betrachtet haben alle Länder oder größere Regionen, mit Ausnahme von Deutschland und Russland, ihren Aufschwung weiter fortgesetzt: Israel (48 Prozent), Türkei (33 Prozent), Skandinavien (31 Prozent), Osteuropa (29,5 Prozent). Großbritannien wuchs um 17 Prozent auf 153 Millionen Euro, Frankreich um 18,3 Prozent auf 145 Millionen Euro, Italien um 13,6 Prozent auf 183 Millionen Euro und Skandinavien mit 31 Prozent auf 185 Millionen Euro sowie Osteuropa um mehr als 29 Prozent auf 238 Millionen Euro. Deutschland, bei weitem die größte Region, verzeichnet nur einen Wachstum von 5,9 Prozent auf 546 Millionen Euro. Russland war das einzige Land, das negative Zahlen vorlegt und dies nur aufgrund der Embargo-Situation. Georg Steinberger „Wir haben gesehen, wie die Währungseffekte unterschiedlich auf die Regionen einwirken, Italien und Deutschland waren offenbar am meisten von dem schwachen Euro betroffen. Dies wird sich wahrscheinlich zum Ende des Jahres 2015 ausgleichen, wenn die Differenz zwischen Euro und Dollar ein geringeres Problem sein wird.“ Auf der Seite der Produkte gab es einen klaren Trend zu komplexen Bauteilen und einem geringeren Wachstum von vielen Rohstoffen (obwohl dies auch durch die Währungsschwankungen verzerrt ist): Mit 41 Prozent wuchs Other Logic am schnellsten auf fast 100 Millionen Euro, gefolgt von Programmable Logic mit 26 Prozent auf 150 Millionen Euro. Memories wuchsen um 16,3 Prozent auf 143 Millionen Euro, Discretes um 17,1 Prozent auf 105 Millionen Euro, Sensoren um 17,6 Prozent auf 41 Millionen Euro, Analog um 15,3 Prozent auf 543 Millionen Euro und Optoelectronics um 15 Prozent auf 191 Millionen Euro. Unterhalb des Quartalsdurchschnitts liegen: MOS Micro mit 13,9 Prozent auf 384 Millionen Euro, Standard Logic mit 8,7 Prozent auf 32 Millionen Euro und Power mit 5,3 Prozent auf 171 Millionen Euro. Georg Steinberger: „Kurz gesagt gibt es einen klaren Unterschied zwischen High-End Produkten und den meisten der Rohstoffe. Während Standardprodukten die Dynamik fehlt, haben High-End Logic, programmierbare Produkte und MOS Micro Produkte eine Sicherheit. Wenn die Währungseffekte gegen Ende 2015 nachlassen, können wir wieder organische Wachstumszahlen auf der Produktebene sehen.“
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