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© central standard timing Markt | 24 Juni 2015

CST-01 trennt sich von Flextronics

Plattformen wie Kickstarter sind voll mit coolen Gadgets. Und selbst wenn die Finanzierungsziele erreicht sind, gibt es keine Garantie, dass es die Produkte auch auf den Markt schaffen.
Central Standard-Timing – ein kleines Start-up, das sich sein Projekt vor zwei Jahren erfolgreich durch Kickstarter finanziert hat, ist ein unglĂŒckliches Beispiel dafĂŒr. Eine nur 0,8 mm dĂŒnne Uhr aus Metall, die die Zeit auf einem energiesparenden E-Ink-Display anzeigt, das war der Plan...

7.658 Personen unterstĂŒtzten mit fast USD 1,03 Millionen das Crowdfunding-Projekt CST-01

Das Unternehmen ging eine Partnerschaft mit Flextronics ein, da „ihr Know-how in Wearables, deren Standort in den USA und weil sie uns in ihr LAB IX Inkubation Programm eingeschlossen haben“ sehr verlockend fĂŒr das Unternehmen klangen.

Doch auch das Wissen von Flextronics konnte dem Unternehmen nicht weiterhelfen. Die grĂ¶ĂŸte Herausforderung war die Dicke, unter 1 mm, der CST-01.

„Wir dachten, dass die Zusammenarbeit mit einem der weltweit grĂ¶ĂŸten Hersteller von tragbaren Uhren uns zum Erfolg fĂŒhren wĂŒrde“, so schreiben die GrĂŒnder Dave Vondle und Jerry O'Leary auf ihrer Kampagnenseite.

Das Unternehmen geriet in Schwierigkeiten

Dass das Unternehmen finanzielle Probleme hatte, ist schon lĂ€nger bekannt. Ein reibungsloser Übergang von einem Prototyp zu einem Massenprodukt scheint unmöglich. Lieferanten kommen zu den Schwierigkeiten hinzu: E-Ink (der Lieferant fĂŒr das Display) hat schĂ€tzungsweise 20 Prozent gebrochene Einheiten geliefert. Der ursprĂŒngliche Akku-Hersteller verließ das GeschĂ€ft und einen vergleichbaren Ersatz gab es leider nicht.

Nach einigen Streits soll Flextronics nun die Produktion gestoppt haben. Anfang Mai waren 135 Uhren versandbereit und etwa 200 in Produktion. Bei 54 Prozent der CST-01-Uhren sind Fehler aufgetreten. Dadurch sind die Produktionskosten auf rund USD 1,2 Millionen gestiegen. Die Produktion einer Uhr kostete nun 260 US-Dollar und hat sich damit verdoppelt.

Im Moment scheint es sehr unwahrscheinlich, dass CST einen neuen Produktionspartner fĂŒr die Uhr finden wird. Das Unternehmen denkt zur Zeit auch darĂŒber nach, alle verbliebenen Materialien zu verkaufen und den UnterstĂŒtzern alle Informationen als „Open Source“ zur VerfĂŒgung zu stellen.

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© CST
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