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© rainer plendl dreamstime.com Markt | 05 Juni 2015

ZMDI auf Wachstumskurs

Das Dresdner Halbleiterunternehmen ZMDI hat sich 2007 von der Wafer-Produktion getrennt und auf die Chipentwicklung konzentriert. Nun soll eine beschleunigte Wachstumsphase beginnen.
Angetrieben von GroßauftrĂ€gen will das Halbleiterunternehmen Zentrum Mikroelektronik Dresden AG (ZMDI) schneller wachsen. „Unser Fokus liegt auf organischem Wachstum aus eigener Kraft. Gezielte ZukĂ€ufe schließen wir dennoch nicht aus“, erklĂ€rte Steffen Wollek, KaufmĂ€nnischer GeschĂ€ftsfĂŒhrer, am Montag in Dresden. ZMDI wolle seine Handlungsalternativen bei der Wachstumsfinanzierung erweitern. Die Bandbreite der Optionen reiche von der Ausgabe einer Anleihe ĂŒber eine Kapitalerhöhung bis hin zu einem Börsengang, hieß es. „Wir haben sĂ€mtliche Alternativen im Blick und wollen in der Lage sein, diese Optionen, wenn nötig, nutzen zu können“, sagte Wollek.

ZMDI hat im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben GroßauftrĂ€ge mit einem Gesamtvolumen im dreistelligen Millionenbereich erhalten. Dabei gehe es vor allem um hochleistungsfĂ€hige Schaltkreise fĂŒr die Automobilsensorik sowie fĂŒr industrielle Anwendungen. Zudem habe ZMDI im laufenden Jahr „großvolumige“ AuftrĂ€ge fĂŒr Produkte wie Smartphones, Tablets und Ähnliches bekommen. FĂŒr 2015 rechnet das Unternehmen mit einem Umsatzwachstum zwischen fĂŒnf und zehn Prozent und einem positiven Ergebnis. FĂŒr 2014 hat ZMDI einen Umsatz von 61,1 Millionen Euro ausgewiesen (2013: 59 Millionen Euro).

„Im Bereich Mobile Sensing haben wir uns eine Sonderstellung im Markt erarbeitet. Das „Internet der Dinge“ ist fĂŒr uns der nĂ€chste Wachstumshorizont“, sagte Vorstandschef Thilo von Selchow. Das Zentrum Mikroelektronik Dresden produzierte schon lange vor dem Fall der Mauer. Heute beschĂ€ftigt das Unternehmen weltweit mehr als 400 Mitarbeiter.
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