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© begemot 30 dreamstime.com Embedded | 28 Mai 2015

Der europäische Halbleitermarkt wächst, außer in Deutschland

Gewinner, im ersten Quartal von 2015, sind die Türke, Israel und Osteuropa mit einem zweistelligen Aufschwung. Das Schlusslicht bilden Italien und Deutschland.

Die europäische Halbleiterindustrie startet mit außergewöhnlich stark in das ersten Quartal von 2015. Damit kann der positive Trend von 2014 fortgesetzt werden. Nach DMASS wuchsen die Umsätze der Halbleiterdistribution um 13,3 Prozent auf 1,82 Milliarden Euro. Dies ist der höchste Quartalsumsatz seit der Einführung des Euros in 2002. Der größte Teil des Wachstums ist auf den massiven Schwung des Wechselkurses zwischen Euro und US-Dollar zurückzuführen. Im Vergleich zum ersten Quartal von 2014 verlor der Euro 17 Prozent an Wert. Da ein großer Teil der Rechnungsstellungen der europäischen Kunden in US-Dollar anfallen, ist ein künstlicher Wachstum von 50 Prozent zu notieren. Georg Steinberger, Vorsitzender des DMASS, kommentiert dies folgendermaßen: „Das ist das Gegenteil von dem, was wir in den vorhergehenden Jahren gesehen haben, als der Euro immer stärker wurde. Wir schätzen, dass ca. 50 Prozent des Wachstums ausschließlich ein reiner Währungseffekt sind, hervorgerufen von den Kunden, die in US-Dollar kaufen oder durch Preiserhöhungen, entsprechend zum Dollar/Euro Aufschwung. Doch selbst unter Vernachlässigung der Wechselkurseffekte kann sich der Distributionsmarkt über ein stabiles Umsatzwachstum freuen. Der Nachteil ist sicherlich eine Welle von Preiserhöhungen von ausländischen Lieferanten, die versuchen werden, ihre Wechselkurseffekte zu kompemsieren.“ Regionale Perspektive Aus regionaler Sicht kommen die Wachstumsführer im ersten Quartal von 2015 aus Israel, der Türkei, den osteuropäischen Ländern und Skandinavien. Israel und die Türkei wuchsen beide über 30 prozent. Osteuropa erreichte insgesamt einen Wachstum von 29 Prozent, hier bildete nur Russland mit -15 Prozent eine Ausnahme. Skandinavien verzeichnet ein Wachstum von 23 Prozent. Auch Großbritannien legte mit 16,3 Prozent und Frankreich mit 17,2 deutlich zu. Italien erreichte hingegen nur ein wachstum von 8,4 Prozent und Deutschland lediglich 5,8 Prozent. In absoluten Zahlen verzeichnet Deutschland 544 Millionen Euro, Italien 171 Millionen Euro, Großbritannien 158 Millionen Euro und Frankreich 146 Millionen Euro. Georg Steinberger sagt dazu: „Die Wachstumsraten in den wichtigsten Märkten sind unterschiedlich von den Währungseffekten beeinflusst: Skandinavien, Großbritannien, Frankreich und Osteuropa setzen stärker auf den US-Dollar oder in die Landeswährung, was zu einem größeren Wachstum führt. Deutschland, Italien und einige kleinere Märkten haben mehr einen Euro-Schwerpunkt, mit dem Effekt, dass die einstelligen Wachstumsraten eher im Einklang mit einem realistischen Marktwachstum sind. Am Ende zählen die absoluten Zahlen, und DMASS ist der Auffassung, dass das Jahr 2015 auf eine sehr gesunde Art und Weise begonnen hat.“ Produktgruppen Betrachtet man die Produktgruppen, konnten auch fast alle Hauptkategorien zweistellige Zuwächse verzeichnen, außer die Bereiche Stromversorgung (6 Prozent), Sensorens (9 Prozent), MOS Micro (10,5 Prozent) und Standard-Logikbauteile (6,7 Prozent). Programmierbare Logik und Analog wuchsen um 16,2 Prozent, Opto um 15,4 Prozent, diskrete Bauteile um 14,2 Prozent, Speicher um 13,9 Prozent und andere Logikbauteile um erstaunliche 18,5 Prozent. In absoluten Zahlen sieht dies folgendermaßen aus: Analog erzielt 537 Millionen Euro, MOS Micro 371 Millionen Euro, Opto 185 Millionen Euro, Stromversorgungen 175 Millionen Euro, programmierbare Logik 145 Millionen Euro, Speicher 139 Millionen Euro, diskrete Bauteile 105 Millionen Euro und andere Logikbauteile wie ASSPs 91 Millionen Euro. Georg Steinberger sagt dazu: „Da der Währungseffekt beim Kunden und auf regionaler Ebene stattfindet, sind die Produktwachstumsraten in Wirklichkeit nicht sehr zuverlässig. Denn sie sind nur das Ergebnis dessen, was mit Kunden oder Lieferanten passiert. Aber man kann sicher davon ausgehen, dass die Zahlen ein tatsächliches Wachstum in der Größe wiedergeben, wie oben erwähnt, also 5 bis 6 Prozent.“
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2019.06.17 21:26 V13.3.21-1