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Komponenten | 23 Februar 2007

Halbleiter-Hersteller X-Fab interessiert sich für ZMD Dresden

Der Erfurter Halbleiter-Hersteller X-Fab AG will seine Fertigungskapazitäten erweitern und ist deshalb an der Dresdner Elektronik-Firma ZMD interessiert.

Das Erfurter Unternehmen X-Fab mit weltweit mehr als 2000 Beschäftigten hatte in den vergangenen Jahren immer wieder nach Möglichkeiten zur Kapazitätserweiterung in Deutschland gesucht und hatte sich 2005 auch für das Infineon-Werk in München-Perlach interessiert. "Es gibt Verhandlungen. Wir checken alle Möglichkeiten", sagte der Vorstandsvorsitzende von X-Fab, Hans-Jürgen Straub gegenüber dpa. ZMD stellt mit 550 Beschäftigten ebenso wie X-Fab analog-digitale Schaltkreise her, die unter anderem an Kunden in der Automobilindustrie geliefert werden. Nach Angaben von Straub wurde beim Bundeskartellamt vorsorglich ein Übernahmeantrag in Sachen ZMD gestellt. Damit soll die wettbewerbsrechtliche Situation geprüft werden. Sollten die Verhandlungen erfolgreich sein, sei aus seiner Sicht eine Vereinbarung bereits in den nächsten Monaten möglich. Die ZMD AG (Zentrum Mikroelektronik Dresden) hat neben der Fertigung einen eigenen Bereich Schaltkreisentwurf. Fachleute gehen davon aus, das X-FAB daran wahrscheinlich kein Interesse hat. In der Fertigung bei ZMD sollen nach Schätzungen etwa die Hälfte der Mitarbeiter beschäftigt sein. Gesellschafter der ZMD AG sind eine Beteiligungsgesellschaft und das Land Sachsen mit etwa zehn Prozent. X-Fab gehört nach der Fusion mit 1st Silicon zu den großen unabhängigen Halbleiterherstellern weltweit mit einer Produktionskapazität von rund 700.000 Siliziumscheiben (Wafer) pro Jahr. Die Mikrochips werden im Auftrag von Kunden produziert, die nicht über die dafür notwendigen Fertigungskapazitäten verfügen. Hauptgesellschafter der X-Fab-Gruppe ist die belgische Beteiligungsgesellschaft XTRION.
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