Anzeige
Anzeige
© photong dreamstime.com Markt | 06 Februar 2015

Bosch-Chef Denner: Die Elektrifizierung des Antriebs kommt.

„Mit der Elektrifizierung steht dem Verbrenner die beste Zeit noch bevor“, ist Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH überzeugt. Daran werden auch die aktuell niedrigen Rohölpreise nichts ändern.

Bosch rechnet damit, dass im Jahr 2025 rund 15 Prozent aller weltweit gebauten Neufahrzeuge mindestens einen Hybrid-Antrieb haben. In Europa wird dann sogar mehr als ein Drittel aller neuen Autos mindestens teilelektrisch angetrieben. Als einen Schlüssel für sinkende Fahrzeugpreise nannte der Bosch-Chef die Weiterentwicklung der Batterietechnologie. Denner, der in der Geschäftsführung des Technologie- und Dienstleistungsunternehmens auch Forschung und Vorausentwicklung verantwortet, erwartet, dass Energiespeicher bis 2020 bei doppelter Energiedichte nur noch halb so viel kosten werden wie heute. Allein die anspruchsvollen CO2-Flottenziele der EU für das Jahr 2021 werden nach Einschätzung von Bosch dazu führen, dass eine Hybridisierung bei SUVs zum Standard wird. Verbrennungsmotoren werden mit elektrischer Unterstützung in Zukunft deutlich spritsparender, noch sauberer und das zusätzliche Drehmoment wird für noch mehr Fahrspaß sorgen. Sinkende Batteriepreise werden Hybride zudem deutlich erschwinglicher machen. Wie wichtig die Alltagstauglichkeit elektrischer Fahrzeuge für einen Massenmarkt ist, zeigt Denner am Beispiel China. Dort sind schon über 120 Millionen elektrisch angetriebene Roller auf den Straßen unterwegs. Das bei Chinesen beliebte Fortbewegungsmittel ist mit bis zu 40 km/h im Verkehr von Megacities flott genug. Auch die Reichweite von rund 50 Kilometern reicht für alltägliche Fahrten aus. „Die Zweiräder sind gerade deshalb ein Erfolg, weil sie perfekt die Bedürfnisse der chinesischen Fahrer erfüllen“, sagte Denner. Nun gelte es, solche maßgeschneiderten Lösungen auch für Autos zu ermöglichen.
Weitere Nachrichten
2019.06.25 20:13 V13.3.22-1