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© EU Markt | 08 September 2014

EU: Renesas kommt mit einem blauen Auge davon

Die EuropĂ€ische Kommission hat festgestellt, dass Infineon, Philips, Samsung und Renesas (zu dem Zeitpunkt ein Gemeinschaftsunternehmen von Hitachi und Mitsubishi) ihr Marktverhalten fĂŒr Smartcard-Chips im EuropĂ€ischen Wirtschaftsraum (EWR) koordiniert und damit gegen EU-Kartellrecht verstoßen haben.
Die Kommission hat Geldbußen in Höhe von insgesamt 138.048.000 EUR verhĂ€ngt. Die Unternehmen trafen sich im Rahmen bilateraler Kontakte in der Zeit zwischen September 2003 und September 2005. Renesas wurde die Geldbuße im Einklang mit der Kronzeugenregelung der Kommission aus dem Jahr 2006 erlassen, weil das Unternehmen die Kommission von dem Kartell in Kenntnis gesetzt hatte. Der fĂŒr Wettbewerbspolitik zustĂ€ndige VizeprĂ€sident der Kommission, JoaquĂ­n Almunia, erklĂ€rte dazu: „In unserem digitalen Zeitalter kommen Smartcard-Chips fast ĂŒberall zum Einsatz, sei es in Handys, bei Bankkarten oder PĂ€ssen. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass die Unternehmen, die diese herstellen, ihre Anstrengungen darauf konzentrieren, wie sie durch Innovation und hochwertige Produkte zu attraktiven Preisen ihre Mitbewerber ĂŒbertreffen. Wenn sich Unternehmen stattdessen fĂŒr Absprachen entscheiden, die sowohl zulasten ihrer Abnehmer als auch der Endverbraucher gehen, mĂŒssen sie mit Sanktionen rechnen“. Im Rahmen der Kronzeugenregelung der Kommission von 2006 wurde Renesas (und Hitachi und Mitsubishi als Muttergesellschaften des Gemeinschaftsunternehmens) die Geldbuße vollstĂ€ndig erlassen, da es das erste Unternehmen war, das die Kommission ĂŒber die Existenz des Kartells informierte. Damit vermied es eine Geldbuße in Höhe von mehr als 51 Mio. EUR fĂŒr seine Beteiligung an der Zuwiderhandlung. Die Geldbuße gegen Samsung wurde um 30% ermĂ€ĂŸigt, da das Unternehmen wĂ€hrend der Untersuchung mit der Kommission zusammengearbeitet hat. Philips hat seine Smartcard-Chips-Branche nach der Zuwiderhandlung verĂ€ußert, bleibt aber weiterhin fĂŒr die Ereignisse wĂ€hrend des Zeitraums der Zuwiderhandlung verantwortlich. Die verhĂ€ngten Geldbußen schlĂŒsseln sich wie folgt auf: © European Union
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2019.02.15 09:57 V12.1.1-1