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© sergey pesterev dreamstime.com Markt | 07 Mai 2014

Infineon beginnt Früchte der 300mm-Entwicklung zu ernten

Infineon strebt zukĂŒnftig Investitionen bei rund 13 Prozent vom Umsatz an; nach bislang rund 15 Prozent.
Die Infineon Technologies AG reduziert ab dem GeschĂ€ftsjahr 2015 die Zielquote fĂŒr die im Zyklusmittel erwarteten Investitionen relativ zum Umsatz von bislang rund 15 Prozent auf rund 13 Prozent.

Mit der reduzierten KapitalintensitĂ€t lĂ€sst sich weiterhin das im Zyklusmittel angestrebte Umsatzwachstum von durchschnittlich rund 8 Prozent pro Jahr realisieren. Die Reduktion der Ziel-Quote fĂŒr die Investitionen relativ zum Umsatz wird wesentlich durch die folgenden Faktoren getrieben:

Infineon beginnt, die FrĂŒchte der 300-Millimeter-DĂŒnnwafer-Technologie fĂŒr Leistungshalbleiter zu ernten. Diese ermöglicht Wachstum mit wesentlich niedrigerem Kapitaleinsatz verglichen mit der bislang verwendeten WafergrĂ¶ĂŸe von 200 Millimetern. Damit sinken die fĂŒr die Realisierung des Zielwachstums erforderlichen Investitionen in FertigungskapazitĂ€ten fĂŒr Leistungshalbleiter.

Infineon steht am Beginn einer Wachstumskurve fĂŒr Produkte, die in Standard-CMOS-Technologie bei Strukturen von 65 Nanometern oder kleiner gefertigt werden. Da diese Technologien im Gegensatz zu den Leistungshalbleitern keine nennenswerte Differenzierung in der Fertigung erlauben, werden die betreffenden Fertigungsvolumina an Auftragsfertiger vergeben. Damit sind im Gegensatz zur Eigenfertigung fĂŒr diese Produkte zukĂŒnftig keine Investitionen fĂŒr die Prozessierung dieser Wafer mehr erforderlich.

Das Unternehmen wird kĂŒnftig verstĂ€rkt Auftragsfertiger auch in nicht differenzierenden Teilen der Backend-Fertigung, also der GehĂ€usemontage, nutzen. Auch damit sind im Gegensatz zur Eigenfertigung keine Investitionen verbunden.
Infineon hat im Verlauf des GeschĂ€ftsjahres 2014 im Rahmen eines eigens dafĂŒr geschaffenen Programms durch eine Vielzahl von Maßnahmen die gegenwĂ€rtige sowie fĂŒr die Zukunft erwartete FertigungsproduktivitĂ€t deutlich erhöht. Dies erlaubt höheren Ausstoß bei gegebenen Investitionen.

Die detaillierte Analyse der mittel- bis langfristigen Auswirkungen dieser Faktoren im Rahmen des jĂ€hrlichen Planungsprozesses hat ergeben, dass fĂŒr zukĂŒnftige GeschĂ€ftsjahre der Zielwert fĂŒr den Quotienten der Investitionen relativ zum Umsatz um zwei Prozentpunkte auf nunmehr etwa 13 Prozent im Zyklusmittel abgesenkt werden kann.

Aufgrund der daraus resultierenden nachhaltigen Verbesserung des Free Cash Flow soll bereits fĂŒr das laufende GeschĂ€ftsjahr eine signifikante Erhöhung der Dividende erfolgen. Das Unternehmen strebt dabei, vorbehaltlich eines entsprechenden Bilanzgewinns und entsprechender GremienbeschlĂŒsse, eine Erhöhung um vier bis sechs Cent je Aktie an.

„Infineon will sich auch weiterhin durch gute LieferfĂ€higkeit auszeichnen und schneller wachsen, als seine Wettbewerber. Dass wir dafĂŒr zukĂŒnftig weniger Kapital einsetzen mĂŒssen zeigt, dass wir mit unserer Fertigungsstrategie den richtigen Weg eingeschlagen haben“, sagt Dr. Reinhard Ploss, Vorsitzender des Vorstands der Infineon Technologies AG. „An dem erzielten Fortschritt sollen nun auch die Anteilseigner partizipieren. Deshalb beabsichtigen wir, die Dividende bereits fĂŒr das laufende GeschĂ€ftsjahr deutlich zu erhöhen.“
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2019.01.17 14:20 V11.11.0-2