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© mpanch dreamstime.com Markt | 18 März 2014

Centrosolar mit EBITDA-Verlust

Nach vorläufigen, nicht geprüften Berechnungen hat die Centrosolar Group AG im vergangenen Geschäftsjahr 2013 aufgrund der Insolvenz wesentlicher Konzernteile ein EBITDA-Verlust in Höhe von 23-28 Mio. EUR (Vorjahr -19 Mio. EUR) erlitten.

Der Konzernumsatz betrug rund 96 Mio. EUR (Vorjahr 186 Mio. EUR). Dabei floss die insolvente Tochtergesellschaft Centrosolar AG, Hamburg mit ihren Töchtern, unter anderem der Centrosolar Sonnenstromfabrik GmbH, Wismar, bis zum 18.10.2013 (Tag der Insolvenzanmeldung) in den Konzernabschluss ein. Diese Tochtergesellschaften repräsentierten zuvor den größten Geschäftsbereich. Für die Fortführung der Centrosolar Group AG gemäß angestrebtem Insolvenzplan sind jedoch nicht die insolventen Tochtergesellschaften relevant, sondern die im laufenden Betrieb weiter fortgeführten Aktivitäten. Diese umfassen im Wesentlichen den Systemanbieter in Nordamerika, Centrosolar America, Inc., den Anbieter für Befestigungssysteme Renusol GmbH und die Centrosolar Grundstücksverwaltungs GmbH. Centrosolar America und Renusol erzielten gemeinsam im abgelaufenen Geschäftsjahr nach vorläufigen Berechnungen einen Umsatz in Höhe von knapp 29 Mio. EUR (Vorjahr 41 Mio. EUR). Für diese zwei operativen Geschäfte ergab sich ein EBITDA-Verlust in Höhe von ca. 12,0 bis 12,5 Mio. EUR (Vorjahresverlust 2,0 Mio. EUR). Von diesem Betrag waren ca. 7,2 Mio. EUR Abwertungen auf Darlehen an insolvente Konzernteile. Weitere Kosten und Abwertungen von Lagerbeständen in Höhe von ca. 3,5 bis 4,0 Mio. EUR sind als einmalig anzusehen. Der in seinen Eckpunkten am 27.2.2014 bekannt gegebene, geplante Insolvenzplan der Centrosolar Group AG sieht vor, dass die verschlankte Holding mit ihrer Tochtergesellschaft Centrosolar America, Inc. fortgeführt wird. In einem zweiten Szenario kann darüber hinaus auch Renusol GmbH in das Fortführungskonzept integriert werden. Dies kann mit Zustimmung des Gläubigerausschusses beschlossen werden, falls ein Verkauf dieser Gesellschaft nicht zu einem befriedigenden Preis gelingen sollte. Bei erfolgreicher Umsetzung des Plans erwartet Centrosolar für 2014 bei Bereinigung um die Kosten der Restabwicklung der Insolvenz in den beiden Fortführungsszenarien ein ausgeglichenes operatives Ergebnis. Gemäß geplantem Insolvenzplan soll die Befriedigung aller Gläubiger zum einen durch die Verkaufserlöse der zu veräußernden Konzernteile und zum anderen durch die Übertragung von Aktien erfolgen. Als ein Schritt der Entscheidungsfindung wurde für den 18. März 2014 eine erste Versammlung der Anleihegläubiger einberufen. Für diese Versammlung ist eine Mindestanwesenheit von 50% des ausstehenden Anleihekapitals erforderliches haben sich aber nur rd. 37% angemeldet. Damit ist diese Versammlung nicht beschlussfähig. Es wird deshalb eine zweite Anleihegläubigerversammlung für Montag, den 14. April 2014 einberufen. Für diese Versammlung ist dann nur noch eine Mindestanwesenheit von 25% des ausstehenden Anleihekapitals erforderlich. Von den fristgerecht eingegangenen Anmeldungen haben sich 99,3% bereits schriftlich eine Stimmweisung erteilt. Hiervon wiederum haben 99,8% für die Annahme des Beschlussvorschlags gestimmt. Dieser sieht vor, den gemeinsamen Vertreter der Anleihegläubiger zu ermächtigen, auf der insolvenzrechtlichen Gläubigerversammlung im Mai 2014 einem Umtausch der Anleihe in Aktien der Gesellschaft zuzustimmen.
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2019.10.11 15:09 V14.5.0-2