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Komponenten | 22 Januar 2007

Autozulieferer Kiekert will Produktion nach Tschechien verlagern

Der Hersteller von Kfz-Schließsystemen Kiekert aus Heiligenhaus bei Essen will einen Teil seiner Produktion nach Tschechien verlagern. Damit droht dem deutschen Standort ein drastischer Stellenabbau.
Kiekert war 2000 vom Finanzinvestor Permira √ľbernommen und von diesem 2006 an ein Bankenkonsortium verkauft worden. Bereits Ende 2005 hatte das Unternehmen gedroht, die Produktion nach Tschechien zu verlagern. Dort hat der Weltmarktf√ľhrer f√ľr Autoschlie√üsysteme eine weitere Fabrik. Im Zuge eines Standortsicherungsvertrags verzichten die Besch√§ftigten auf einen Teil der f√§lligen Lohnerh√∂hung f√ľr 2006 und auf ihr Urlaubsgeld. Im Gegenzug sicherte Kiekert zu mindestens 1350 der 1500 Arbeitspl√§tze in Heiligenhaus bis 2009 zu halten.
Auf Grund von Umsatzr√ľckg√§ngen will die Gesch√§ftsf√ľhrung nun erneut Teile der Produktion nach Tschechien verlagern. Nach Unternehmensangaben geht es um 200 Besch√§ftigte, die IG Metall Nordrhein-Westfalen f√ľrchtet dagegen, dass hunderte Arbeitspl√§tze betroffen seien. Zudem soll das Unternehmen intern drohen, notfalls die komplette Produktion zu verlagern, was 850 der 1500 Arbeitspl√§tze bedrohen w√ľrde. Das Unternehmen bestreitet allerdings Pl√§ne einer Komplettverlagerung.
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