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© baloncici dreamstime.com Komponenten | 23 September 2013

Richtfest am neuen Bosch-Zentrum

Der Bau des neuen Zentrums fĂŒr Forschung und Vorausentwicklung der Bosch-Gruppe in Renningen hat eine wichtige Etappe erreicht. Nach nur sechzehn Monaten Bauzeit konnten Architekten, Bauarbeiter, Forscher und viele weitere Projektbeteiligte jetzt Richtfest feiern.
An allen Forschungs- und LaborgebĂ€uden sind die Rohbauarbeiten abgeschlossen. In einigen GebĂ€uden hat bereits der Innenausbau begonnen. Albrecht Fischer, Leiter der Bosch-Zentralabteilung Anlagen und Bauten, bedankte sich bei allen anwesenden Projektbeteiligten: „Die Bauarbeiten in Renningen liegen im Zeitplan. Selbst der lange Winter und das kĂŒhle FrĂŒhjahr konnten den Fortschritt auf der Baustelle nicht aufhalten.“ Bosch schafft mit dem Forschungscampus vor den Toren Stuttgarts bis 2015 den neuen Knotenpunkt seiner weltweiten AktivitĂ€ten in der Forschung und Vorausentwicklung. Ende 2014 sollen die ersten Mitarbeiter in Renningen ihre Arbeit aufnehmen.

Insgesamt investiert das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen 310 Millionen Euro in den neuen Standort. Rund 1 200 BeschĂ€ftigte werden dort neue Materialien, Methoden und Technologien erforschen sowie neue Systeme, Komponenten und Fertigungsprozesse entwickeln. Das Forschungszentrum wird zusĂ€tzlich rund 500 ArbeitsplĂ€tze fĂŒr Doktoranden, Diplomanden und Praktikanten bieten.

Auf einem rund 31 Hektar großen TeilgrundstĂŒck im Norden sind in den vergangenen sechzehn Monaten zwölf GebĂ€ude entstanden. Die GesamtnutzflĂ€che betrĂ€gt rund 110 000 Quadratmeter. Nach Vorbild eines universitĂ€ren Campus sind die GebĂ€ude weitlĂ€ufig auf dem NordgrundstĂŒck angeordnet. Bosch will so fĂŒr attraktive ArbeitsplĂ€tze sorgen. Das moderne Umfeld am neuen Standort soll KreativitĂ€t und Zusammenarbeit fördern. Auf dem SĂŒdgrundstĂŒck entstehen aktuell die standorteigene MembranklĂ€ranlage und ein ServicegebĂ€ude.

Große Erwartungen und Vorfreude

„Wir können die Fertigstellung kaum erwarten. Unsere Forschungsmitarbeiter freuen sich auf den neuen Campus, auf die verbesserten Arbeitsbedingungen und auf Renningen“, sagte Dr. Klaus Dieterich, Leiter des Bosch Zentralbereichs Forschung und Vorausentwicklung. Dieterich und seine rund 1 200 Mitarbeiter sind aktuell noch auf die Standorte Gerlingen-Schillerhöhe, Schwieberdingen und Waiblingen verteilt. Bosch verspricht sich von der rĂ€umlichen Zusammenlegung der ForschungsaktivitĂ€ten deutliche Vernetzungspotenziale.

Dieterich weiter: „Die Bosch-Forschung vernetzt sich fĂŒr Millionen Ideen.“ Der neue Campus wird zentraler Knotenpunkt des internationalen Forschungs- und Entwicklungsverbundes der Bosch-Gruppe. Aus insgesamt neun Standorten in sechs LĂ€ndern besteht dieser Verbund aktuell. Bosch wird in Renningen nicht nur seine eigenen ForschungsaktivitĂ€ten bĂŒndeln. Das Unternehmen wird auch die Vernetzung mit Einrichtungen des wissenschaftlichen Umfeldes weiter vorantreiben.

Logistische Herausforderung: Der Umzug

Nach Planungen des Unternehmens wird sich der Bezug des neuen Forschungscampus ĂŒber einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten hinziehen. Forschungsleiter Dieterich erklĂ€rt den langen Zeitraum: „Nur die wenigsten Arbeitsmittel unserer Forscher lassen sich in einfache Umzugskisten packen. Viele der Labore und Forschungseinrichtungen mĂŒssen zuerst aufwĂ€ndig abgebaut, verpackt, transportiert und dann in Renningen wieder in Betrieb genommen werden.“

Im Herbst 2014 beginnt der Bezug des ZentralgebĂ€udes und der ForschungsgebĂ€ude im Ost-Teil des neuen Standortes. „Bis zum Sommer 2015 soll dann der letzte Forscher seinen Arbeitsplatz auf dem Forschungscampus beziehen“, so Dieterich weiter. Insgesamt mĂŒssen rund 12 000 Umzugskisten sowie 1 800 Maschinen und Anlagen aus 270 Laboren von den bestehenden Standorten nach Renningen umgezogen werden.
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2019.01.17 14:20 V11.11.0-1