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© demarco dreamstime.com Komponenten | 11 September 2013

Mikroelektronik ist dominante Industrietechnik des 21. Jahrhunderts

Vier zentrale Punkte umfasst die „Dresdner Position“, die Industrie- und Wissenschaftsvertreter des Hochtechnologie-Clusters Silicon Saxony am Dienstag (10. September 2013) stellvertretend fĂŒr den Mikroelektronikstandort Deutschland an Bundeswirtschaftsminister Dr. Philipp Rösler ĂŒbergaben.
Die Forderung des Branchenverbands an die Bundesregierung: Ein klares Bekenntnis zur Mikroelektronik in Deutschland, um die Zukunft des Industriestandortes Deutschland langfristig zu sichern.

Mikroelektronik von strategischer Bedeutung fĂŒr die StĂ€rkung der industriellen Basis in Europa

Die Bedeutung der Mikroelektronik als SchlĂŒsseltechnologie ist weltweit erkannt. Aufstrebende Volkswirtschaften stellen seit Jahren enorme Mittel fĂŒr den Ausbau von Forschungs- und ProduktionskapazitĂ€ten fĂŒr die Mikroelektronik zur VerfĂŒgung. Mit der jĂŒngsten Initiative aus BrĂŒssel, die europĂ€ische Halbleiterproduktion bis zum Jahr 2020 zu verdoppeln, bekennt sich die EU-Kommission klar zur Bedeutung der SchlĂŒsseltechnologien. Das strategische Ziel: die Zukunft der industriellen Entwicklung und Produktion in Europa sichern und damit zur Lösung der Megatrends wie Smart Cities, Energieeffizienz und Cybersicherheit beitragen.

„Die deutsche Mikroelektronik ist in den Bereichen Automobil-, Sicherheits-, Energieeffizienz- und Industrieelektronik weltweit fĂŒhrend. FĂŒr die gesamte deutsche Industrie ist das ein bedeutender Standortvorteil, um Industrie 4.0 den Durchbruch zu ermöglichen und neue Produkte und Verfahren fĂŒr den Weltmarkt zu generieren“, erklĂ€rt Helmut Warnecke, Vorstand des Branchennetzwerks Silicon Saxony e.V. „Jetzt mĂŒssen wir weitere Maßnahmen ergreifen. Dann wird dieser Vorteil direkt eine nachhaltig positive Wirkung fĂŒr die deutsche AusrĂŒsterindustrie entfalten“, betont Warnecke.

Die Mikroelektronik ist die SchlĂŒsseltechnologie, um die Zielsetzung von Industrie 4.0 zu erreichen. Denn sichere, leistungsfĂ€hige und energieeffiziente Halbleiterprodukte sind das Gehirn und die Muskeln intelligenter Systeme. Gleichzeitig sind sie der SchlĂŒssel fĂŒr die fortwĂ€hrende Verbesserung und Erneuerung von Prozessen und Produkten.

Deshalb wird die Bedeutung von Halbleitern als Rohstoff fĂŒr die moderne Industrieproduktion „Industrie 4.0“ stetig zunehmen. Bei fairen Wettbewerbs- und Rahmenbedingungen können die dafĂŒr nötigen intelligenten Komponenten auch zukĂŒnftig im deutschen Technologiecluster Silicon Saxony in der Region zwischen Dresden, Freiberg und Chemnitz entwickelt und produziert werden.

Industrie 4.0: Zukunftschance fĂŒr Deutschland als Hochlohnproduktions-Standort im internationalen Wettbewerb

Bundeswirtschaftsminister Dr. Philipp Rösler verwies darauf, dass Staat und Wirtschaft im Bereich der SchlĂŒsseltechnologien an einem Strang ziehen mĂŒssen, damit Deutschland ein attraktiver Industriestandort bleibt. „Wir haben in Deutschland eine hervorragende Forschungsinfrastruktur. Unternehmer werden im vorwettbewerblichen Raum nachhaltig unterstĂŒtzt. Wir mĂŒssen aber noch grĂ¶ĂŸeren Freiraum fĂŒr unternehmerische Initiative schaffen, damit die Forschungsinfrastruktur noch produktiver und intensiver genutzt wird“, so der Minister.

Er betonte zudem, wie wichtig die Verzahnung von Wissenschaft und Wirtschaft sei. „Die enge und branchenĂŒbergreifende Vernetzung macht den entscheidenden Unterschied. Erst sie ermöglicht es, Forschungsergebnisse schnell in die Praxis umzusetzen. In Deutschland wird Exzellentes geleistet, und das Silicon Saxony ist dabei beispielhaft. Diesen Weg mĂŒssen wir weitergehen“, so Minister Rösler.

Gastgeber Rutger Wijburg, Senior Vice President und General Manager von Globalfoundries Dresden, verweist auf die StandortstĂ€rken. „Die hohe QualitĂ€t der Ausbildung, eine gute Infrastruktur, hohe Rechtssicherheit und eine beachtliche Dichte von Akteuren im Bereich Forschung und Entwicklung bilden ein Ökosystem von internationaler SpitzenqualitĂ€t“, so Wijburg.

Mit Blick auf die europĂ€ischen Ausgaben fĂŒr Forschung und Entwicklung betont Wijburg, dass diese stĂ€rker auf Pilotlinien und die daran anschließende industrielle Volumenproduktion ausgerichtet werden mĂŒssen. „Die Steigerung der Chipproduktion auf 20 Prozent wird nur gelingen, wenn in den nachhaltigen Ausbau von KapazitĂ€t investiert wird“, so Wijburg. Globalfoundries Dresden ist Europas fĂŒhrender Halbleiter-Volumenproduzent.

„Wer kĂŒnftig global wettbewerbsfĂ€hig sein will, muss auf intelligente und smarte Technologie setzen. Hier dĂŒrfen wir nicht unsere fĂŒhrende Rolle und damit den Einfluss auf die Gestaltung der Megatrends abgeben", sagte Sachsens StaatssekretĂ€r fĂŒr Wirtschaft, Hartmut Fiedler. „Darum wollen wir den Mikroelektronik-Standort Sachsen zu dem europĂ€ischen Kompetenzzentrum fĂŒr ‚More than Moore’, dem ZusammenfĂŒhren von Mikrorechnern mit Sensoren und Aktoren auf einem Chip, machen. Die damit verbundene Systemkompetenz ist fĂŒr die Industrie, beispielsweise fĂŒr die Sicherheitstechnik, Automobilindustrie und den Maschinenbau, unverzichtbar. Dies schafft und sichert nachhaltig ArbeitsplĂ€tze, auch bei den mittelstĂ€ndischen Unternehmen in Sachsen."
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