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© handmadepictures dreamstime.com Komponenten | 14 Mai 2013

Keine Wende bei Aleo Solar – Mit Bosch-Ausstieg droht Insolvenz

Laut dem vorgelegten Zwischenbericht gehen im ersten Quartal 17,7 Millionen Euro Verlust hervor. Das Minus hat sich damit im Vergleich zum Jahresstart 2012 mehr als verdoppelt (minus 8,3 Mio Euro).
Der Umsatz aus dem ersten Jahresviertel brach um fast 60 Prozent auf 31,1 Millionen Euro ein. Vor Zinsen und Steuern verdoppelte sich der Verlust in den ersten drei Monaten auf 16,3 Millionen Euro.

Wie das in Oldenburg und Prenzlau ansässige Unternehmen im Quartalsbericht bekräftigt, droht mit dem vor kurzem angekündigten Ausstieg des Hauptaktionärs Bosch vom Frühling nächsten Jahres an die Insolvenz. Der Konzern, der rund 90 Prozent an Aleo hält, hat nämlich nur bis Ende März 2014 zugesagt, noch Geld zuzuschießen.

„Ohne einen neuen Investor ist die Aleo Solar AG mit Ablauf der Finanzierungszusage entsprechend der Darstellung im Geschäftsbericht 2012 bestandsgefährdet“, heißt es im Quartalsbericht. Bereits Ende des vergangenen Geschäftsjahres wurde darauf hingewiesen, „dass ohne Zuführung weiteren Eigen- oder Fremdkapitals die Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit und damit die Sicherung des Fortbestandes der Aleo Solar AG ab April 2014 gefährdet ist“.

Bosch hat sich aus strategischen Gründen vom Solargeschäft verabschiedet. Der Konzern hatte mit seinen eigenen Aktivitäten Milliarden von Euro verbrannt. Die Branche kämpft derzeit mit einem ruinösen Preisverfall und Billigkonkurrenz aus Fernost. Sie klagt, dass die Kosten intern gar nicht so schnell angepasst werden könnten, wie draußen auf dem Markt das Geschäft ohne Ende wegbricht.

Auch Aleos jüngste Zustandsbeschreibung ist düster: „Im operativen Geschäft hat sich der Preisdruck auch im ersten Quartal fortgesetzt. Gleichzeitig ging auch die Nachfrage in wichtigen europäischen Kernmärkten stark zurück. Die Aleo Solar geht davon aus, dass das Geschäft der Gesellschaft weiter starken Nachfrageschwankungen unterliegen wird.“ Die kurzfristig fälligen Schulden bei Aleo sanken gegenüber Jahresfrist nur deshalb von 66 auf 51 Millionen Euro, weil Bosch auf 15 Millionen Euro Forderungen verzichtete.

Drastisch verschlechtert hat sich auch die Eigenkapitalquote des Unternehmens: Sie sackte binnen eines Jahres von 45 auf 23 Prozent. Ende März zählte das Unternehmen noch 888 Mitarbeiter (minus 121).
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