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© daniel schweinert dreamstime.com Embedded | 21 März 2013

Kontron kann Umsatzniveau nicht halten

Die Kontron AG blickt auf ein schwieriges Jahr 2012 zurück, welches von einem zunehmend herausfordernden Marktumfeld und tiefgreifenden Umstrukturierungsmaßnahmen beeinflusst war, die auch das Jahr 2013 noch deutlich prägen werden.

Dementsprechend konnte Kontron mit 547,0 Mio. Euro das Umsatzniveau des Vorjahres nicht halten (Vorjahr: 589,6 Mio. Euro). Das operative Ergebnis (EBIT) in Höhe von -32,5 Mio. Euro wurde im Wesentlichen durch zwei Aspekte beeinflusst. Einerseits durch eine geringere Rohertragsmarge und andererseits durch Einmaleffekte. Zu den Einmaleffekten zählen insbesondere Bewertungseffekte in Höhe von 23,2 Mio. Euro, Reorganisationskosten in Höhe von 8,4 Mio. Euro sowie Kosten für Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von 2,7 Mio. Euro. Insgesamt addieren sich die Sondereffekte unter Berücksichtigung der einmaligen Rückzahlung von Zöllen in Höhe von 1,6 Mio. Euro auf -32,7 Mio. Euro auf. Das bereinigte EBIT liegt entsprechend bei 0,2 Mio. Euro (Vorjahr: 38,1 Mio. Euro). Wichtige Finanzkennzahlen haben sich verbessert oder sind insgesamt stabil. Mit einer Eigenkapitalquote von 62,3 % (Vorjahr: 63,7%), einem operativen Cashflow von 46,2 Mio. Euro (Vorjahr: 31,6 Mio. Euro) und einer Net-Cash-Position von 13,2 Mio. Euro (Vorjahr: 1,2 Mio. Euro) verfügt Kontron über eine gesunde finanzielle Basis. Vor dem Hintergrund der schwierigen operativen Entwicklung und den anstehenden Herausforderungen schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung vor, eine Dividende in Höhe von 0,04 Euro je Aktie (Vorjahr: 0,20 Euro je Aktie) auszuschütten. Kontron hat im zweiten Halbjahr 2012 mit der Umsetzung des Optimierungsprogramms „Shape“ begonnen. Schwerpunkte des Programms liegen in der Umgestaltung der lokalen legalen Einheiten in global agierende Geschäftseinheiten sowie der Bündelung der lokalen Supply Chain- und Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in global agierende Teams. Erste Einmaleffekte von „Shape“ sind in den Sondereinflüssen im Berichtsjahr bilanziell berücksichtigt worden. „Wir verfügen über eine starke Position im weltweiten ECT-Markt sowie über eine gesunde Bilanz. Aber mit den bisher ergriffenen Maßnahmen sind wir noch lange nicht am Ende des Weges“, sagte Rolf Schwirz, neuer Vorstandsvorsitzender der Kontron AG. „Um dauerhaft unsere führende Position in einem der dynamischsten und zukunftsstärksten Technologie-Märkte der Welt zu behaupten, stellen wir momentan alles auf den Prüfstand. Am 24. April 2013 werden wir mehr über die neue Strategie berichten.“ Vor dem Hintergrund des Optimierungsprogramms „Shape“ und der strategischen Neuausrichtung erwartet das Management für 2013 ein Übergangsjahr mit großen Herausforderungen für den Kontron-Konzern. Der Vorstand rechnet für das Geschäftsjahr 2013 mit einer Umsatz- und Profitabilitätsentwicklung, wie sie bereits im Geschäftsjahr 2012 zu beobachten war. Markt- und Sektorumfeld bleiben schwierig mit entsprechenden potentiellen Rückkopplungen und Auswirkungen auf die Marge. Auch die unternehmensinternen Effizienzmaßnahmen werden einmalig Kosten verursachen. Dennoch wird aufgrund der starken Marktposition und Innovationsdynamik des Unternehmens sowie den Auswirkungen des Optimierungsprogramms „Shape“ und weiterer Maßnahmen davon ausgegangen, dass Umsätze und Ergebnisse mittelfristig wieder steigen werden.
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2019.10.11 15:09 V14.5.0-1