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© alexan24 dreamstime.com Komponenten | 19 Dezember 2012

Infineon Austria: Rekordumsatz nicht erreicht

Das Gesch√§ftsjahr 2012 lief f√ľr den Halbleiterkonzern zwar positiv. Das Rekordergebnis aus dem Vorjahr konnte allerdings nicht erzielt werden.
Weltwirtschaftliche Unsicherheiten durch die hohe Staatsverschuldung in Europa f√ľhrten im Verlauf des Gesch√§ftsjahres 2012 zu wachsender Zur√ľckhaltung bei den Kunden. Betroffen waren vor allem das Gesch√§ft mit Leistungshalbleitern f√ľr Industrie-, Computing- und Konsum-Anwendungen.

Zeichnete sich die erste H√§lfte des Gesch√§ftsjahres noch durch eine gute Auftragslage aus, wurde in der zweiten H√§lfte der wirtschaftliche Gegenwind sp√ľrbar.

Der Umsatz der Infineon Technologies Austria AG belief sich im Gesch√§ftsjahr 2012 (Oktober 2011 bis September 2012) auf 1.208,7 Millionen Euro. Das ist eine Verringerung um 151 Millionen Euro oder 11 Prozent gegen√ľber dem Rekordumsatz des Vorjahrs von 1.359,7 Millionen Euro. Im Jahr 2012 betrug das EGT 106,9 Millionen Euro. (2011: 165,7 Millionen Euro.)

Investitionen

Im abgelaufenen Gesch√§ftsjahr hat Infineon 248,8 Millionen Euro in den Standort √Ėsterreich investiert (Vorjahr 204,9 Millionen Euro). Die Investitionen flossen in den Ausbau von Fertigungskapazit√§ten, in einen Neubau f√ľr den Bereich Forschung, Entwicklung und Innovation sowie in weitere infrastrukturelle Ma√ünahmen. Der Bau des neuen Feuerwehrhauses und die Erweiterung der Firmenkantine wurden begonnen.

F&E Aufwendungen

Infineon Austria hat im Gesch√§ftsjahr 2012 f√ľr Forschung und Entwicklung 240 MillionenEuro aufgewendet. Das sind 9,6 Prozent mehr als im Vorjahr (219 Millionen Euro). Die Forschungsquote ist von sechzehn auf nunmehr zwanzig Prozent des Umsatzes gestiegen.

‚ÄěInfineon Austria setzt den erfolgreichen Weg einer auf Forschung, Entwicklung und Innovation aufbauenden Strategieweiter fort“, sagt Monika Kircher, Vorstandsvorsitzende der Infineon Austria AG. Das Unternehmen ist seit vielen Jahren f√ľhrend in √Ėsterreich, wenn es um Investitionen f√ľr Forschung und Entwicklung geht.

Mitarbeiteraufbau

Zum Ende des Gesch√§ftsjahres besch√§ftigte das Unternehmen an den Standorten Villach, Klagenfurt, Graz, Linz und Wien insgesamt 3.038 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das sind 277 Personen mehr als im Vorjahr und entspricht einem Zuwachs von 10 Prozent. In den vergangenen zwei Gesch√§ftsjahren wurden rund 200 Zeitarbeitskr√§fte aus dem Produktionsbereich in ein direktes Infineon-Arbeitsverh√§ltnis √ľbernommen.

Von den 3.038 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind rund 1.050 Personen im Bereich Forschung und Entwicklung, rund 280 Personen in Headquarter-Funktionen sowie 360 Personen in der Prozessentwicklung, dem Product Engineering sowie der Qualitätssicherung tätig.

Zus√§tzlich haben Ende des Gesch√§ftsjahres (Stichtag 30.9.2012) 1.550 Personen von externen Dienstleistungsunternehmen am Infineon-Standort gearbeitet ‚Äď teilweise als Zeitarbeitskr√§fte. Wegen des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds und der damit verbundenen geringeren Auslastung in der Fabrik wurden zwischen August und Ende November 100 Zeitarbeiterinnen und Zeitarbeiter r√ľckgestellt.

Standorterweiterung

Im M√§rz wurde eine neue Produktionshalle in Villach er√∂ffnet. Mit diesem Geb√§ude wurde auf 2.000m2 Reinraumfl√§che ausreichend Platz geschaffen, um die k√ľnftigen Fertigungskapazit√§ten, vor allem f√ľr die Entwicklungen bei den 300-Millimeter D√ľnnwafern, bereitzustellen. Dar√ľber hinaus dient der neue Reinraum auch der Kapazit√§tserweiterung bereits vorhandener Technologien.

Mit dem neuen Geb√§ude wurde die Reinraumfl√§che am Standort Villach um zw√∂lf Prozent auf insgesamt 19.282 m2 erweitert.Im Mai folgte die Er√∂ffnung eines neuen Geb√§udes f√ľr Forschung, Entwicklung und Innovation in Villach. Das Haus mit seiner Nettofl√§che von 7.500 m2 ist f√ľr 400 Arbeitspl√§tze und siebzig Messtechnikpl√§tze ausgelegt.

Im September fand die Grundsteinlegung zum Neubau eines Feuerwehrhauses statt. Damit investiert das Unternehmen in die Sicherheit des Standortes. Die Standorterweiterungen der vergangenen Jahre haben den Einsatzbereich der Betriebsfeuerwehr stark ausgedehnt. Es folgt aktuell auch die Erweiterung der Betriebskantine.

Im Gesch√§ftsjahr 2013 werden unter R√ľcksichtnahme auf die aktuell sensible Wirtschaftssituation auch Erneuerungen in der Infrastruktur und Renovierungsarbeiten durchgef√ľhrt. So wird der Entwicklungsstandort Graz, das weltweite Infineon-Kompetenzzentrum f√ľr kontaktlose Chiptechnologien, mit der Besiedelung des neuen ‚ÄěMetahof 4“ an die r√§umlichen Anforderungen angepasst.
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2019.01.17 14:20 V11.11.0-2