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© daniel schweinert dreamstime.com Komponenten | 23 November 2012

Bauelemente-Distribution in Deutschland weiter mit Atempause

Deutscher Bauelemente-Distributionsmarkt (gemäß FBDi e.V.) geht im dritten Quartal 2012 um 7,2% zurück. Auftragslage bleibt schwach. Halbleiter am stärksten betroffen.
Auch im dritten Quartal 2012 bleibt die deutsche Bauelemente-Distribution unter Vorjahresniveau. Die Umsätze und Auftragseingänge sanken nach Aussagen des FBDi um 7,2% bzw. 4,3%. Die Book-to-Bill-Rate (Verhältnis Auftragseingang zu Umsatz) lag bei 0,93 und lässt derzeit keine richtige Trendwende vermuten.

Konsolidiert liegt der deutsche Distributionsmarkt damit nach 9 Monaten um 12% bzw. 13% unter Vorjahresniveau, mit 2,15 Milliarden Euro an Verkaufserlösen und 2,01 Milliarden Euro an Auftragseingang. Dabei fiel der Rückgang bei den Halbleitern erneut deutlich stärker aus als bei den anderen Komponenten, konsolidiert liegt er mit 1,49 Milliarden um 14% hinter den ersten 9 Monaten von 2011 zurück. Die passiven Komponenten landeten mit minus 8% bei 309 Millionen Euro, die Elektromechanik mit -6% bei 224 Millionen und die Stromversorgungen mit -3% bei 42 Millionen Euro. Erstaunlich dynamisch ist der Displaymarkt, der um 16% auf 62 Millionen gewachsen ist.

Die Umsatzverteilung zwischen den Komponentengruppen blieb gleich: der Halbleiteranteil am FBDi-Total lag im ersten Halbjahr bei 69%, die Passiven bei 14%, Elektromechanik bei 10%, Displays bei 3% und Stromversorgungen bei 2%. Die Schwankungsbreite bewegt sich im üblichen konjunkturellen Rahmen.

FBDi-Vorstandsvorsitzender Georg Steinberger (Avnet): „Nach 9 Monaten mit minus 12% ist nahezu klar, dass 2012 genau dort endet, wo wir vor dem Ausnahmejahr 2011 angefangen haben, auf dem Niveau von 2010. Die Gründe für den Durchhänger sind ebenfalls klar: der hohe Lagerbestand bei vielen Großkunden, die schlechten Aussichten wegen der Euro-Krise und die schwächelnde Weltkonjunktur alles Faktoren, die mit den Mechanismen in der Distribution wenig zu tun haben, deren Auswirkungen jedoch nicht an uns vorbeigingen.“

Entsprechend hat sich die Stimmungslage wieder etwas eingetrübt. Im quartalsweise veröffentlichen FBDi-Geschäftsklimaindex wird (nach Schulnotensystem) wurde die laufende Situation mit 3,19, das nächsten Quartal ebenfalls mit 3,19 und die längerfristige Entwicklung mit 2,81 bewertet.

Georg Steinberger: “Dies ist vorwiegend dem Umstand geschuldet, dass die Buchungen der Kunden kurzfristiger werden und die Preise sich nur langsam stabilisieren. Am langfristigen Potential deutscher High-tech-Unternehmen auf dem Weltmarkt und damit den Wachstumschancen der Distribution hat sich nichts geändert.“

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2018.06.15 00:12 V9.6.1-1