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© handmadepictures dreamstime.com Komponenten | 25 September 2012

'NewP@ss' erforscht neue Sicherheitstechnologien

Im Rahmen des Forschungsprojekts NewP@ss untersuchen Infineon und NXP Semiconductors Germany und Giesecke & Devrient, wie künftige Generationen elektronischer Ausweisdokumente sicherer und leistungsfähiger gestaltet werden können.

Die drei Unternehmen bilden das deutsche Konsortium des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekts, an dem sich insgesamt 15 Unternehmen aus fünf EU-Staaten beteiligen. Ein Schwerpunkt der NewP@ss-Forschungsarbeiten liegt in den vom BMBF unterstützten Bereichen der Nanoelektronik und Informationstechnologie. Ziel ist es, Datenstrukturen und neue Sicherheitschip-Architekturen für moderne elektronische Ausweisdokumente zu schaffen. Künftig sollen diese zum Beispiel auch eine geschützte Verwaltung der elektronischen Daten im Dokument ermöglichen. Hierzu zählen eine Aktualisierung von Personendaten sowie die Speicherung von zusätzlichen Informationen, wie zum Beispiel Ein- und Ausreisedaten. Ein weiterer Forschungsschwerpunkt des NewP@ss-Projekts ist die sichere Nutzung von digitalen Identitätsdokumenten in mobilen Anwendungen für Smartphones und Tablet-Computer. Hier berücksichtigen die Forscher offene Architekturen wie Android, aber auch Windows Phone und iOS. Ziel ist es, neue Sicherheits-Mechanismen für sichere eGovernment-Transaktionen zu erproben, zum Beispiel auf Basis einer standardisierten Sicherheitsplattform (Trusted Execution Environments). Im Vordergrund stehen dabei die kontaktlose Kommunikation mit einem Secure Element, die mobile Authentisierung des Nutzers sowie die sichere und vertrauliche Ein- und Ausgabe sowie Speicherung von Nutzerdaten. Das im EUREKA-Cluster CATRENE laufende Forschungsprojekt NewP@ss startete am 1. Mai 2012 und soll Ende April 2015 abgeschlossen sein. Das Projekt hat ein Gesamtvolumen von rund 30 Millionen Euro. Eine Hälfte wird von den Partnern aus Industrie und Wirtschaft getragen. Die andere Hälfte wird aus Mitteln nationaler Behörden gedeckt. Der deutsche Anteil beträgt rund 8,7 Millionen Euro. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Projekt mit rund vier Millionen Euro. Das BMBF ist im Rahmen der Hightech-Strategie der Bundesregierung im Förderprogramm IKT 2020 einer der wichtigsten Förderer. Derzeit werden in allen 27 EU-Staaten mit rund 500 Millionen Einwohnern biometrische Reisedokumente ausgegeben. In 17 Staaten in Europa sind elektronische Personalausweise im Einsatz. Weltweit sind in 108 Staaten seit 2006 insgesamt mehr als 400 Millionen elektronische Reisedokumente ausgegeben worden. Weitere europäische Staaten haben bereits angekündigt, in den kommenden Jahren elektronische Personalausweise einzuführen, die internationalen Standards folgen.
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2019.06.14 15:58 V13.3.21-2