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Komponenten | 01 August 2011

Europäisches 'BioPass' Projekt ist abgeschlossen

Nun das Ganze noch mal auf Deutsch. Das grĂ¶ĂŸte Chipkarten-Forschungsprojekt der EuropĂ€ischen Union wurde Ende Juli mit der Übergabe des Abschlussberichts an das Bundesministerium fĂŒr Bildung und Forschung (BMBF) beendet.
Aktualisiert; August 02, 2011 11:25
Die Forschungsergebnisse des Projektes 'BioPass' stellen die technischen Weichen fĂŒr zukĂŒnftige elektronische Ausweisdokumente in der EU. In den 27 EU-Mitgliedsstaaten mit ihren etwa 500 Millionen Einwohnern sind derzeit schĂ€tzungsweise 380 Millionen Personalausweise im Umlauf. Die im Projekt BioPass entwickelten Technologien werden dabei helfen, zeit- und kostenaufwĂ€ndige Papierkorrespondenz zwischen BĂŒrger und Staat durch elektronische Kommunikation zu ersetzen und damit die Verwaltungsausgaben von Staaten und der EU zu senken. Sie tragen außerdem dazu bei, die Sicherheit fĂŒr zukĂŒnftige Ausweise und ReisepĂ€sse weiter zu erhöhen und gleichzeitig die DatenĂŒbertragung zwischen Ausweisdokument und LesegerĂ€t zu beschleunigen sowie die Nutzung von elektronischen Diensten fĂŒr den BĂŒrger zu vereinfachen. Der Chipkartenhersteller Giesecke & Devrient GmbH (G&D) sowie die beiden Chiphersteller Infineon Technologies AG und NXP Semiconductors Germany GmbH (NXP) waren drei von insgesamt elf Unternehmen aus sechs EU-Staaten, die seit Februar 2008 im Rahmen des BioPass-Projektes an der Entwicklung von hochsicheren Chipkartentechnologien forschten. Die Bundesregierung misst den Themen IT-Sicherheit und Datenschutz eine hohe Bedeutung zu, daher wurde das Forschungsprojekt vom BMBF unterstĂŒtzt. Die ForschungsaktivitĂ€ten umfassten die Weiterentwicklung der Sicherheits-Chips und ihrer VerschlĂŒsselungstechnologien sowie des Karten-Betriebssystems und der Sicherheits-Software fĂŒr die Internet-PCs von BĂŒrgern und Behörden. Die Forschungspartner haben nachgewiesen, dass sich die DatenĂŒbertragungsrate zwischen Ausweisdokument und LesegerĂ€t von bisher 848 kbit/s auf bis zu 6,8 Mbit/s steigern lĂ€sst und sich auf bis zu 12 Mbit/s erhöhen ließe. Das von G&D entwickelte Chipkarten-Betriebssystem zeigt, dass die Nutzung zukĂŒnftiger elektronischer Ausweisdokumente im Internet ohne Installation zusĂ€tzlicher Software-Komponenten auf dem PC möglich ist. Mehrere europĂ€ische Staaten – Bulgarien, Frankreich, RumĂ€nien, Polen, Ungarn, Griechenland, die Schweiz und Tschechien – wollen in den nĂ€chsten Jahren elektronische Personalausweise einfĂŒhren, die internationalen Standards folgen, und können im BioPass-Projekt entwickelte Technologien nutzen. Das Forschungsprojekt BioPass ist mit der Übergabe des Abschlussberichts an das BMBF Ende Juli 2011 abgeschlossen. Sein Gesamtbudget belief sich auf etwa 13 Millionen Euro und wurde zur HĂ€lfte von den Partnern aus der Wirtschaft getragen. Die andere HĂ€lfte wurde als Teil des europĂ€ischen EUREKA-Clusters CATRENE/MEDEA+ aus Mitteln nationaler Behörden gedeckt. Im Rahmen der Hightech-Strategie der Bundesregierung unterstĂŒtzte das BMBF das Projekt BioPass ĂŒber sein Programm „Informations- und Kommunikationstechnologie 2020“ (IKT 2020) mit etwa 2,8 Millionen Euro. Ziel des IKT 2020-Programms ist es unter anderem, die technologische Spitzenstellung Deutschlands im Bereich IKT und IKT-Sicherheit zu festigen und auszubauen.
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