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Elektronikproduktion | 15 Februar 2011

Effizientere Elektronik- und Elektro-Altgeräteverwertung

Die neue, automatische und effizientere Recyclinganlage fĂŒr Elektronik- und Elektro-AltgerĂ€te der Adamec Recycling GmbH nimmt in diesen Tagen am Standort in NĂŒrnberg den Testbetrieb auf.
Mit der selbstentwickelten Anlage können deutlich mehr Metalle und Kunststoffe als bisher ĂŒblich zurĂŒck gewonnen werden. Das Investitionsvolumen des mittelstĂ€ndischen Recyclingbetriebs aus FĂŒrth betrĂ€gt rund 10 Millionen Euro. Davon wurden durch die Kreditanstalt fĂŒr Wiederaufbau (KfW) nach PrĂŒfung durch das Bundesumweltministerium rund 1,5 Millionen Euro aus dem Umweltinnovationsprogramm zur VerfĂŒgung gestellt. Nach dem Testbetrieb, der hauptsĂ€chlich der Feinjustierung aller AblĂ€ufe dient, wird Mitte 2011 die vollstĂ€ndige Inbetriebnahme der nach heutigem Stand weltweit modernsten Recyclinganlage erfolgen. Mit der Investition werden auch 15 neue ArbeitsplĂ€tze geschaffen. Thomas Adamec, GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Adamec Recycling GmbH: „Mit unserer Investition in die neue Recyclinganlage fĂŒr Elektronik- und ElektroaltgerĂ€te leisten wir einen aktiven und richtungsweisenden Beitrag zum Umweltschutz. SelbstverstĂ€ndlich sind bei der Anlage alle Kriterien der fachlich einwandfreien und umweltgerechten Verwertung eingehalten.“ Recyclingquote ĂŒber 95% Die mit eigener jahrelanger Erfahrung entwickelte und in Eigenregie geplante und aufgebaute Anlage wird im ersten Schritt eine rohstoffliche Recyclingquote von mehr als 95 Prozent aufweisen. Die Planung sieht eine jĂ€hrliche VerarbeitungskapazitĂ€t von mehr als 35.000 Tonnen ElektroaltgerĂ€te vor. In mehreren Schritten erfolgt dabei die Zerkleinerung der AltgerĂ€te bis auf GrĂ¶ĂŸen von weniger als einem Millimeter. Jedem Zerkleinerungsprozess schließt sich unmittelbar ein Trennvorgang an, der die unterschiedlichen Materialien sortenrein abliefert. Am Ende der Verarbeitung fĂ€llt nur noch ein Staubgemisch an, das aktuell noch der thermischen Verwertung zugefĂŒhrt wird. Dieses Staubgemisch hat ein Volumen von ca. fĂŒnf Prozent des ursprĂŒnglichen Materialvolumens der recycelten ElektroaltgerĂ€te. Sortenrein und unbelastet Mit dem von Firmeninhaber Thomas Adamec maßgeblich entwickelten Recycling-Verfahren können zudem mit halogenhaltigen Flammschutzmitteln belastete Kunststoffe erstmals identifiziert und ausgeschleust werden. Das Ergebnis sind unbelastete Kunststoffe, die wieder problemlos stofflich zu verwerten sind. Auf diese Weise kann bei der Neuproduktion der Einsatz von neuen Kunststoffen reduziert werden. Bisher bestand die Gefahr, dass beim Recycling Kunststoffe mit hochtoxischen Dioxin- und Furanverbindungen entstehen. Ergebnis bislang einmalig Nach heutigem Stand ist die Recyclinganlage mit ihrer Verarbeitungstiefe und der rohstofflichen Recyclingquote weltweit einmalig. Zur weiteren Optimierung der Prozesse arbeitet Adamec Recycling in Kooperation mit der Fraunhofer Gesellschaft bereits an einer Verwertungsmöglichkeit der nach dem letzten Arbeitsschritt anfallenden StĂ€ube. Sobald diese StĂ€ube auch der Wiederverwertung zugefĂŒhrt werden können, steigt die Recyclingquote der innovativen Anlage auf annĂ€hernd 100 Prozent. Der damalige Bundesumweltminister Sigmar Gabriel zum Start der Investition: "Das Vorhaben zeigt, dass es sich auch wirtschaftlich lohnt, neue, Ressourcen schonende Verfahren einzufĂŒhren, um StoffkreislĂ€ufe besser zu schließen. Außerdem spart der Einsatz von SekundĂ€rrohstoffen Energie und leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Nicht zuletzt hilft er, Luft und Wasser weniger zu belasten. Angesichts der steigenden Menge an Elektro- und ElektronikaltgerĂ€ten kommt innovativen Recyclinganlagen eine wachsende Bedeutung zu."
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