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Elektronikproduktion | 28 Januar 2011

RUAG Space liefert für James Webb Weltraumteleskop

RUAG Space in Wien hat kürzlich die Entwicklung und Lieferung von Mechanismen für eines der drei Hauptinstrumente des James Webb Weltraum-Teleskops abgeschlossen.
Als Nachfolger des erfolgreichen Hubble-Teleskops soll dieses Teleskop Bilder der ältesten Galaxien des Universums liefern. Der Satellit ist unter der Federführung der amerikanischen Weltraumagentur NASA entwickelt worden und soll 2014 mit einer Ariane 5 Rakete vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana aus gestartet werden.

Einer der beiden europäischen Beiträge zur Mission, das „Superauge“ NIRSpec wird vom Hauptauftragnehmer EADS Astrium in Deutschland entwickelt. Es kann schwächste Infrarotstrahlungen von den entferntesten Galaxien aufspüren. Dazu muss das ca. 200 Kilogramm schwere Instrument bei einer Temperatur von minus 238 Grad Celsius arbeiten. Während des Messvorgangs ist es notwendig, unterschiedliche optische Filter in den Strahlengang des Instruments einzuschwenken.

Unter der Gesamtverantwortung der Zeiss Optronics in Deutschland hat RUAG Space in Wien für diese beiden als Räder ausgeführten Filter-Systeme die mechanische Ständerstruktur mit ihren speziellen Kugellagern entwickelt, gefertigt und getestet. Die Infrarot-Messungen erfordern höchste Präzision des Filtermechanismus bei extrem niedriger Betriebstemperatur. Darüberhinaus muss die Widerstandsfähigkeit gegenüber starken Belastungen während der Startphase gewährleistet sein.

Erreicht wurden die Spezifikationen durch den Einsatz spezieller Materialen und einen optimierten Aufbau der Kugellager. Die Berechnung aller Betriebsfälle erfolgte durch computerunterstützte mechanische und thermische Analysen der beiden optischen Filter-Systeme.

Der Gesamtumsatz für diesen Auftrag von RUAG Space in Österreich beläuft sich auf mehr als drei Millionen Euro.

Ein weiteres österreichisches Produkt auf dieser Mission ist die Thermalisolation für die große Kommunikationsantenne, die von der Schwesterfirma RUAG Space in Schweden entwickelt und gebaut wurde. Aus Schweden stammt auch das System, das die Trennung des Satelliten von der Trägerrakete im Orbit ermöglicht. Von der schweizerischen RUAG Space stammt eine mechanische Abdeckung des zweiten europäischen Instruments MIRI.

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2018.06.15 00:12 V9.6.1-1