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Elektronikproduktion | 05 Januar 2011

Globalisierung bedeutet für jeden etwas anderes

Globalisierung bedeutet für jeden mittelständischen OEM und EMS-Dienstleister etwas anders als für die Top-Tier (Goliath Fringe) Unternehmen dieser Welt.
Chancen und Herausforderungen müssen sorgfältig geprüft werden und jedes Unternehmen muss sorfältig bestimmen, ob, wann und wie sie versuchen sollte, Geschäfte in Schwellenländern zu tätigen.

Forschungsergebnisse von Charlie Barnhart & Associates weisen auf einen sequenziellen Ansatz hin und betont die Bedeutung des "FIT" - Flexibilität, Integration und Timing - bei der Auswahl einer Outsourcing-Lösung. Mittelständische OEMS fangen zunehmend 'noch einmal von vorn an'.

Oft wird sich für einen Hybrid-Ansatz entschieden, wenn es sich beim Outsourcing um eine strategische Entscheidung handelt (im Gegensatz zu einer 'starren Lösung' die in allen Situationen eingesetzt wird). Elektronikfertigung ist komplex und anspruchsvoll und erfordert enge Beziehungen zwischen den Spielern. Eine mittelständische Firma oder Marke kann durch schlecht (beratene) Entscheidungen in Bezug auf Outsourcing in Gefahr gebracht werden.

Einige Ergebnisse des neuesten Charlie Barnhart & Associates LLC Berichts Next Horizons for Electronics Manufacturing:

- Transport und Infrastruktur sind entscheidend für High-Tech-Industriene. Unternehmen, die solche Produktbereiche abdecken werden von solchen Regionen angezogen, die in Infrastruktur investieren. Daher sollten Unternehmen diesen Bereich besonders intensiv aussondieren.

- Die Elektronikfertigung erfordert eine gut gebildete Belegschaft. Alphabetisierungsrate, Schulsystem, Lebenserwartung, Prozent von Arbeitskräften innerhalb der Bevölkerung, Alterstruktur sind Punkte die dieses Problem ansprechen.

- Wenn eine Bevölkerung altert und den Übergang zu einer primär städtischen, industriellen Wirtschaft nicht geschafft hat, wird es eventuell schwierig die notwendigen Fähigkeiten zur Fertigung von elektronischen Produkten zu erwerben. Lohnkosten allein umfassen die Anforderungen für eine Elektronik-Fertigung nicht.

- Die Nachfrage nach Hightech-Produkten ist gegenüber den Grundbedürfnisse nur sekundär einzustufen. Wenn die Menschen keinen Zugang zu sanitären Einrichtungen und sauberem Wasser haben, werden sie nicht in der Lage sein, elektronische Produkte zu kaufen.

- Eine hohe Bevölkerungszahl bedeutet nicht, dass eine hohe Nachfrage für alle Arten von Elektronik besteht. BIP/capita, Hany-Nutzung und die Anzahl von Internetnutzern können dabei helfen die Bereitschaft für High-Tech-Produkte auszuloten. Weitere Untersuchungen für ein bestimmtes Land und Produktkategorie sind jedoch notwendig.

- Es gibt verschiedene Arten von Kunden in Entwicklungsmärktent: Regierungsstellen, Nichtregierungsorganisationen (die in der Region tätig sind), multinationale Unternehmen (die bereits in der Region ansässig sind) und schließlich die inländischen Verbraucher. Sinnvolle Strategien und die Beziehungen innerhalb des Ökosystems müssen vorhanden sein.

- Kulturelle Unterschiede können sich auf Elektronikmärkte auswirken. Unternehmen müssen die Kultur verstehen, um geeignete Produkte zu entwickeln und diese dann in akzeptabler Weise auf den Markt zu bringen. Es ist wahrscheinlich, dass Vertriebswege (welche inländischen Unternehmen zur Verfügung stehen) nicht so einfach zu durchdringen sind.

- Es gibt oft zwei Ökosysteme in Schwellenländern: eine für seine Bürger und eine für Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit. Unternehmen benötigen in der Regel eine lokale Präsenz, um das Zusammenspiel zwischen den parallelen Universen verstehen zu können.

- Es ist schwierig, aber nicht unmöglich, Geschäfte in Länder su tätigen, in denen die Regierung korrupt keine Rechtsstaatlichkeit vorhanden ist.
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Autor: Jennifer Read, Associate at Charlie Barnhart & Associates LLC

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