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Allgemein | 31 Mai 2010

Rohstoffbasis für deutsche Elektroindustrie wird enger

Deutschland wird kĂŒnftig vor allem mit den aufstrebenden Schwellen- und EntwicklungslĂ€ndern noch stĂ€rker um Rohstoffe konkurrieren. Dies ist eines der zentralen Ergebnisse einer Studie der Commerzbank gemeinsam mit dem ZVEI.
FĂŒr die Elektroindustrie geht es dabei sowohl um Eisenmetalle, Nichteisen-Metalle und Seltene Erden als auch um Kunststoffe. Sie ist innerhalb des Verarbeitenden Gewerbes in Deutschland der grĂ¶ĂŸte Abnehmer von Kupfer und Blei sowie der drittgrĂ¶ĂŸte Abnehmer von Stahl. Als Hightech-Branche benötigt sie zudem zahlreiche Seltene Erden. Wurden etwa in den 1990er Jahren erst 16 Elemente in Halbleitern verarbeitet, so sind es inzwischen 60. Der freie Zugang zu den internationalen RohstoffmĂ€rkten wie auch die Entwicklung der Rohstoffpreise sind fĂŒr die Elektroindustrie entsprechend von enormer Bedeutung. Klassische "Elektro-Rohstoffe" FĂŒr die Elektroindustrie spielen sowohl die organischen als auch die anorganischen Rohstoffe eine entscheidende Rolle. Vor allem die Rohstoffe Kupfer, Roheisen/Stahl/Elektroblech, Aluminium, Rohöl/Erdgas, Nickel, Blei, Kobalt, Lithium, Zink und Mangan werden von den Elektrounternehmen in besonderem Maße benötigt. Die zehn wichtigsten Rohstoffe: Kupfer, Roheisen / Stahl, Aluminium, Rohöl / Erdgas, Nickel, Blei, Kobalt, Lithium, Zink, Mangan, Seltene Erden (Lanthan, Neodym, Scandium, Yttrium, Europium) Von allen BezĂŒgen außerhalb der Elektroindustrie machen die Nichteisen-Metalle (NE-Metalle) und Halbzeuge mit einem Anteil von mehr als 5 Prozent der gesamten Materialkosten, gefolgt von den Metallerzeugnissen mit ebenfalls ĂŒber 5%, den grĂ¶ĂŸten Anteil aus. Die Kunststoffwaren bringen es auf einen Anteil von knapp 4%, Maschinenbauerzeugnisse auf etwas mehr als 3%. Die chemischen Erzeugnisse rangieren knapp unter 3%. Roheisen, Stahl und andere Erzeugnisse aus Eisen und Stahl sowie Gießereierzeugnisse machen zusammen 5% an den gesamten Materialkosten aus. Kupfer ist insbesondere fĂŒr die Herstellung von Kabeln und isolierten DrĂ€hten der wichtigste Rohstoff, aber auch fĂŒr Batterien, Elektromotoren und Transformatoren. Stahl und Gusseisen spielen nicht zuletzt bei elektrischen HausgerĂ€ten eine wichtige Rolle. So belĂ€uft sich der Anteil aller verwendeten Metalle bei HaushaltsgroßgerĂ€ten auf ĂŒber 56% gemessen am Gesamtgewicht. FĂŒr einen Überblick, welche Materialien zu welchen Anteilen in die verschiedenen Fachbereiche der Elektroindustrie Eingang finden, siehe die Grafik. ----- Quelle: ZVEI Die Studie kann auf der Webseite des ZVEI eingesehen werden.
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