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Elektronikproduktion | 29 März 2010

BSH: Produktion in Berlin-Gartenfeld läuft aus

Die Betriebsparteien der Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH unter Einbindung der Tarifvertragsparteien haben sich darauf geeinigt, dass die Produktion von Waschmaschinen am Standort Berlin-Gartenfeld zum 30.06.2012 auslaufen wird.

Damit führt das Unternehmen die Fertigung fast zwei Jahre über die zugesagte Standortsicherung hinaus fort, die vereinbarungsgemäß zum 31.07.2010 endet, heisst es in einer Pressemitteilung. Mit dem Beschluss, ein neues BSH-Technologiezentrum am Standort Berlin zu bauen, wird gleichzeitig ein Wandel vom Fertigungs- zum Entwicklungs- standort vollzogen. Rund 550 Arbeitsplätze bleiben so dauerhaft am Standort Berlin erhalten. Im vergangenen Jahr haben Betriebsleitung und Betriebsrat unter Einbindung der Tarifvertragsparteien in Berlin Verhandlungen über die künftige Entwicklung des Standortes nach Ablauf einer vereinbarten Standortsicherung zum 31.07.2010 aufgenommen. Die Standortsicherungsvereinbarung wurde zwischen der BSH und den Arbeitsnehmervertretungen im Herbst 2006 unter weitreichenden Zugeständnissen beider Seiten für eine Teilfortführung des Standortes geschlossen. Die unwirtschaftliche Fertigung wurde in der Folge um mehr als 50 Prozent reduziert. Hierüber wurde zwischen den Betriebsparteien ein Interessenausgleich und ein Sozialplan mit sozialverträglichen Lösungen für die ca. 270 betroffenen Mitarbeiter abgeschlossen. Zu den zahlreichen Sozialmaßnahmen gehören umfassende Qualifizierungsangebote und Angebote zur Übernahme von Mitarbeitern an andere BSH-Standorte in Deutschland. Ebenso wurden Ruhestands- und Abfindungsregelungen vereinbart, letztere mit der Möglichkeit, für bis zu 18 Monate nach dem Ausscheiden in eine Transfergesellschaft überzutreten. Die einvernehmliche Beendigung von Arbeitsverhältnissen steht bei der Umsetzung des Personalabbaus im Vordergrund. Gleichzeitig haben sich die Betriebsparteien über den Umzug der rund 550 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung (F&E), IT und in den Servicebereichen, die von diesem Auslaufszenario nicht betroffen sind, an einen neuen Standort geeinigt. Damit bleiben hochqualifizierte Arbeitsplätze dauerhaft am Standort Berlin erhalten.
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