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Elektronikproduktion | 17 März 2010

Mühlbauer: Auftragseingang 17,7% unter Vorjahreswert

Der Technologiekonzern Mühlbauer hat vor dem Hintergrund des konjunkturell schwierigen Marktumfelds im Geschäftsjahr 2009 sein Ziel einer stabilen Umsatz- und Ergebnisentwicklung nicht erreicht.

Zwar erwies sich das Kerngeschäft Cards & Tecurity mit einem weiteren Umsatzzuwachs von 11,8% auf €112,8 Mio. (VJ: €100,9 Mio.) wie erwartet äußerst konjunkturrobust. Die infolge des starken Wirtschaftsabschwungs im Industriegeschäft zu verzeichnende Schwäche vermochte das Unternehmen damit aber nicht zu kompensieren. So sanken im Bereich Semiconductor Related Products aufgrund der fehlenden Investitionsbereitschaft die Umsätze auf €29,5 Mio. (VJ: €34,9 Mio.), während die Bereiche Traceability und Precision Parts & Systems infolge des Konjunktureinbruchs einen Rückgang auf €5,8 Mio. (VJ: €17,7 Mio.) und €12,7 Mio. (VJ: €19,4 Mio.) hinnehmen mussten. Angesichts dieser Entwicklung notierten die konsolidierten Umsatzerlöse nach Abzug von Erlösschmälerungen (€0,3 Mio.) im Berichtsjahr bei €160,5 Mio. Verglichen mit der guten Umsatzentwicklung des Vorjahres (€172,6 Mio.) entspricht dies einem Rückgang um 7,0%. Die gesamtwirtschaftlich ungünstigen Rahmenbedingungen führten im Berichtszeitraum darüber hinaus dazu, dass der Technologiekonzern seine positive Ergebnisentwicklung der Vorjahre nicht weiter fortsetzen konnte. So waren neben dem Umsatzrückgang überwiegend konjunkturbedingte Sondereffekte bei den Umsatzkosten dafür verantwortlich, dass das im Berichtsjahr erzielte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in Höhe von €9,6 Mio. um €14,7 Mio. hinter dem Vergleichswert des Vorjahres (€24,3 Mio.) zurück blieb. Die Entwicklungen im EBIT sowie ein im Vorjahresvergleich unverändertes Finanzergebnis von plus €0,1 Mio. führten insgesamt zu einer Reduzierung des Ergebnisses vor Steuern auf €9,7 Mio.—nach €24,4 Mio. im Vorjahr. Dies entspricht einer Umsatzrendite von 6,0% (Vorjahr 14,1%). Der Jahresüberschuss des Konzerns lag mit €7,3 Mio. um €11,0 Mio. unter dem Vorjahr (€18,3 Mio.). Der Cashflow aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit stieg im Berichtszeitraum aufgrund der im Vergleich zum Vorjahr deutlich höheren Einzahlungen aus der Veräußerung kurzfristiger Wertpapiere zur Finanzierung der Invesititions- und Finanzierungstätigkeit sowie der Reduzierung der im Working Capital gebundenen Finanzierungsmittel auf plus €30,2 Mio. Gegenüber dem vergleichbaren Vorjahr (plus €22,0 Mio.) entspricht dies einem Zuwachs von €8,2 Mio. Erhöht hat sich darüber hinaus der Cashflow aus der Investitionstätigkeit, welcher im Zuge des gegenüber dem Vorjahr (€10,4 Mio.) um €8,9 Mio. auf €19,3 Mio. gestiegenen Brutto-Investitionsvolumens von minus €6,0 Mio. um minus €9,7 Mio. auf minus €15,7 Mio. zunahm. Der bereinigte Free Cashflow lag im Berichtsjahr bei plus €3,3 Mio.—nach plus €6,3 Mio. im vergleichbaren Vorjahr, während die Nettoliquidität, im Wesentlichen vor dem Hintergrund der weiter fortschreitenden Internationalisierung des Konzerns sowie der vorgenommenen Gewinnausschüttungen, von €35,1 Mio. um €9,3 Mio. auf €25,8 Mio. zurück ging. Die Eigenkapitalquote notierte gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert bei 77,9% (Vorjahr 77,5%). Die vom Technologiekonzern im Berichtszeitraum erwirtschafteten Auftragseingänge lagen aufgrund der bei Regierungsprojekten naturgemäß auftretenden Volatilitäten sowie des konjunkturbedingt schwachen Industriegeschäfts bei €155,8 Mio. und blieben damit um 17,7% unter dem Wert des Vorjahres (€189,2 Mio.). Gleichzeitig reduzierte sich der Auftragsbestand von €80,8 Mio. zum Ende des Vorjahres um 12,3% auf €70,9 Mio. zum Ende des Berichtsjahres.
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2019.06.25 20:13 V13.3.22-1